Bei Konflikten, in denen die großen Machtblöcke, nämlich USA/ NATO auf der einen und Russland auf der anderen Seite, eine große Rolle spielen, geht es auch immer um Propaganda. Zwei solche Konflikte de letzten Zeit sind die Auseinandersetzungen in der und um die Ukraine sowie der Syrien- Konflikt. In beiden Fällen wird bei uns, man möchte schon fast sagen “traditionell”, Russland als der große Lügner, als der alleinige Aggressor und als der Inbegriff des Bösen schlechthin dargestellt, der mit seiner Propagandamaschinerie die Wahrheit auf den Kopf zu stellen versucht. Darin sind sich fast alle öffentlichen Medien einig. Jüngstes Beispiel sind die Anschuldigungen und Vorwürfe der deutschen Kanzlerin Merkel gegen Russland im Fall Syriens. Sind diese Vorwürfe aber auch gerechtfertigt?
Auf einer Schweizer Webseite wurde die NZZ, die führende Schweizer Zeitung mit internationalem Ruf als seriöses Blatt, auf ausgewogene und korrekte Berichterstattung sowie auf einseitige Propaganda überprüft. Zur Überprüfung herangezogen wurden Artikel zur Ukraine- Krise und zum Syrien- Krieg und analysiert wurden die Artikel nach einem anerkannten Modell zur Bewertung von Kriegspropaganda. Das Ergebnis der Studie ist doch überraschend. Zur Ukraine- Krise gab es 88 Prozent Pro USA/ NATO- Artikel und zum Syrien- Krieg 92 Prozent Pro USA/ NATO- Artikel. Die Ausgewogenheit der Artikel wurde mit 84 Prozent als USA/ NATO- lastig eingestuft und 0 Prozent USA/ NATO- kritisch; nur 5 Prozent wurden als ausgewogen beurteilt. Bei den Gastbeiträgen waren 86 Prozent USA/ NATO- lastig, 14 Prozent ausgewogen und wiederum 0 Prozent USA/ NATO- kritisch. Von den Autoren sahen 86 Prozent Propaganda auf russischer Seite, nur 14 Prozent sahen sie neutral. Auf Seiten der USA/ NATO wurde keine Propaganda gesehen.
Es heißt dann: “Die Resultate….sind eindeutig: Die NZZ verwendet….überwiegend Propaganda der Konfliktpartei USA/ NATO…..Insgesamt muss von einer einseitigen, selektiv- unkritischen und wenig objektiven Berichterstattung durch die NZZ gesprochen werden.
Nicht gerade schmeichelhaft. Wie würde aber das Ergebnis bei angesehenen Medien und bei den Öffentlich- Rechtlichen in der EU aussehen?

Der ganze Artikel zur Propaganda der NZZ ist hier zu finden:

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