Die Märchenerzähler sind wieder unterwegs. Das neueste Märchen: Die Grenzkontrollen ruinieren die Wirtschaft. Diverse Studien und Stiftungen haben Hochsaison; sie produzieren Zahlen, was die neu eingeführten Grenzkontrollen in der EU je nach zugrunde gelegten Szenarien bis zum Jahr Irgendwann wohl kosten. Da ist die Rede von bis zu 470 Milliarden für die ganze EU, von bis zu 235 Milliarden für Deutschland, von bis zu mehr als 43 Milliarden für Österreich. Da ist es fast nicht zu glauben und unerklärlich, wie in Zeiten vor einem Schengen- Abkommen, als Grenzkontrollen noch eine Selbstverständlichkeit waren, die einzelnen Staaten wegen dieser Kosten nicht bankrott gingen. Als die Kontrollen abgeschafft wurden, wusste man nicht, was man mit den überflüssig gewordenen Grenz- und Zollbeamten tun sollte. Heute könnte man sie wieder brauchen. Jetzt sind nämlich wegen Personalmangel und Mangel an Technik die Wartezeiten vorprogrammiert. Das wird aber gerne verschwiegen.
Die EU- Kommission und die Wirtschaft will mit Panikmeldungen wohl erreichen, dass die Bevölkerung sagt: “Bitte, liebe Regierung, hört wieder auf mit den Grenzkontrollen”. Der ÖVP- Häuptling im EU- Parlament, Othmar Karas, tritt ja jetzt auch als Warner und Panikmacher auf und sagt: “Wer Schengen kaputt macht, gefährdet unseren Wohlstand”. Er schielt dabei auf einzelne Staaten wegen wieder eingeführter Grenzkontrollen. Die wurden aber notwendig, weil die EU- Kommission bei der Sicherung der Außengrenzen in Italien und Griechenland jämmerlich versagt hat oder nichts tun wollte. Er vergisst auch zu erwähnen, dass der Wohlstand durch Staat und Wirtschaft schon lange gefährdet wird; zumindest für die Einkommensschwachen.
Dass eine ungezügelte Zuwanderung in die EU, wie sie angestrebt aber nicht zugegeben wird, hunderte Milliarden kosten wird und als Draufgabe aus dem europäischen Kulturkreis einen afrikanisch- arabischen Kulturkreis machen würde sagt Herr Karas natürlich auch nicht. Den Nachweis dafür liefern aber heute schon Bereiche von Frankreich, Belgien, Großbritannien etc. Was also ist das größere Übel: Grenzkontrollen oder ungezügelte Zuwanderung?

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