In Syrien haben sich die Strippenzieher jetzt angeblich auf “ein Ende der Feindseligkeiten”, also auf einen Waffenstillstand geeinigt. Zumindest fast. Es hat zwar jetzt auch Syrien als betroffener Staat zugestimmt, aber es ist noch nicht konkret geregelt, welche Parteien weiterhin bekämpft werden dürfen. Offiziell sollen der IS und die Al- Nusra- Front, da sie ja als Terroristen eingestuft wurden, trotz Waffenstillstand bekämpft werden. Da ist jetzt aber das böse Gerücht aufgetaucht, dass abseits der Verhandlungstische die Amis mit der Bitte an die Russen herangetreten seien, die Al- Nusra- Leute in Ruhe zu lassen. Die sollen ja weiter gegen Assads Truppen vorgehen. Die Türkei will selbstverständlich weiterhin die Kurden in Syrien bombardieren, beschießen und verbrennen, da die aus ihrer Sicht ja Terroristen sind. Die Saudis und ihre Verbündeten wollen ihre Freunde, die von anderen als Terroristen eingestuft werden, mit Nachschub beliefern und aufrüsten, damit es nach dem Waffenstillstand gleich wieder flott weitergehen kann gegen Assad und auch die Amis machen plötzlich Andeutungen von einem “Plan B”. Da weiß aber noch niemand, wie der ausschaut. So richtig klar ist da nichts.
Zu dem blutigen Wirrwarr in Syrien ist jetzt ein dazu passender Artikel veröffentlicht worden. Der “Middle East Monitor” berichtet, dass nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums im Zeitraum vom 2. Dezember 2015 bis 29. Jänner 2016 bei 600 Luftangriffen der Royal Air Force auf IS- Stellungen in Syrien insgesamt sieben feindliche Kämpfer ums Leben kamen. Eingesetzt wurden u. a. lasergelenkte High- Tech- Raketen mit einem Stückpreis von 20.000 bis 70.000 Dollar bzw. sogar 100.000 Pfund.
Das britische Verteidigungsministerium betont aber, dass die Vernichtung der “Dschihad- Infrastruktur” im Vordergrund stand; die Tötung der sieben Kämpfer war sozusagen eine Draufgabe. Von Premier Cameron war zu Beginn der Angriffe aber Anderes zu hören. Diese “Erfolgsbilanz” kann sich jedenfalls sehen lassen. Da ist es kein Wunder, wenn der Westen den IS nicht klein kriegt.

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