Angst wegen Zika- Virus. Ein international angesehener Biologe befürchtet, dass durch die Japanische Buschmücke und sogar durch die Hausgelse das Zika- Virus auch bei uns auf den Menschen übertragen werden könnte. Über die Hausgelse ärgern wir uns schon lange, aber jetzt beginnt auch die Buschmücke bei uns heimisch zu werden und diese Mücke steht ja im Verdacht, zumindest in Brasilien für Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen verantwortlich zu sein.
Es gibt einen weiteren Grund für Angst. In Deutschland wurde in 14 verschiedenen Biermarken das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat nachgewiesen. Mit dem werden auch die Hopfenstauden massiv behandelt. Die höchste nachgewiesene Konzentration in einem der Biere betrug etwa das 300 fache des Grenzwertes für Trinkwasser; bei Bier gibt es keinen Grenzwert für Glyphosat. Dieses Mittel ist ja seit Jahren stark umstritten, Forscher warnen vor Krebs und Missbildungen. Die Weltgesundheitsorganisation hat es voriges Jahr als “potentiell krebserregend” eingestuft. Die EU- Lebensmittelbehörde Efsa meint wiederum, es sei “unwahrscheinlich, dass Glyphosat eine krebserregende Gefahr für den Menschen darstellt”, was wiederum von Forschern als “wissenschaftlich unakzeptabel” kritisiert wird. Die Efsa- Behörde und somit die EU schlägt sich auf die Seite des US- Herstellers von Glyphosat und diesem Konzern wird, so wie anderen Konzernen auch, eine enge Beziehung zu Efsa nachgesagt und der Produzent will eine neuerliche Zulassung auf 15 Jahre in der EU.
Zwei grundverschiedene Themen also; einmal eine virenübertragende Mücke und einmal ein alles vernichtendes Herbizid. Vielleicht gibt es da aber einen Zusammenhang. Die Schädelfehlbildungen sind bis jetzt in Brasilien aufgetreten und dort wird extrem viel Glyphosat eingesetzt. Forscher warnen seit Jahren vor Krebs und Missbildungen durch Glyphosat. Jetzt gibt es plötzlich Missbildungen dort, wo dieses umstrittene Herbizid massenhaft eingesetzt wird. Mediziner, Biologen, Gentechniker etc. sind jetzt gefordert. Auch in der EU werden jährlich Millionen von Tonnen an Tierfutter verbraucht, welches mit Glyphosat gespritzt wurde. Gehen die Krebserkrankungen trotz laufender Fortschritte in der Medizin zurück? Ich glaube nicht, aber die Grenzwerte für Glyphosat werden höher geschraubt. Weil es ja unwahrscheinlich ist, dass es eine Gefahr für den Menschen darstellt, wie gesagt wird. Aber ausgeschlossen kann es nicht werden. Die EU- Kommission ist übrigens drauf und dran, die Lizenz zu verlängern. Konzernprofit geht vor Gesundheitsrisiko.

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