Die EU- Kommission, die in der EU eigentlich die Richtung vorgeben sollte, ist in einigen Bereichen kein Ansprechpartner für die Mitgliedstaaten, da sie sich vor Entscheidungen drückt, unfähig ist, sich nicht durchsetzen kann oder schlicht und einfach nichts machen will. Die Flüchtlingskrise ist einer dieser Bereiche, bei dem die Schönwetterredner in der Quatschbude zu Brüssel jämmerlich versagt haben und weiter versagen werden. Es sei denn, die jetzige Situation war so geplant; dann wären sie erfolgreich auf Kurs. Es schaut aber eher so aus, als stünden diese Gaukler der momentanen Situation ziemlich hilflos gegenüber. Das zeigte sich jetzt, als Luxemburgs Außenminister Asselborn mit fassungsloser Miene sagte: “Wir haben keine Linie mehr, wir steuern irgendwie in eine Anarchie hinein”. Auch Erweiterungskommissar Johannes Hahn zeigte mit einer Meldung die Hilflosigkeit der “Wertegemeinschaft” auf. In Zeiten, in denen Monat für Monat über Griechenland und die Balkanroute bzw. über Italien mehr als hunderttausend Zuwanderer als Asylwerber in ein paar EU- Länder strömen, will uns Herr Hahn nämlich einen russischen Bären aufbinden. Da ja schon seit längerer Zeit monatlich ein paar hundert Asylwerber über Russland nach Norwegen und Finnland kommen, vermutet Herr Hahn, dass die Russen dahinter stecken und mit diesen Asylwerbern die EU destabilisiert werden soll, wo sie eh schon so stark unter Druck steht.
Mit dieser brillanten Analyse katapultiert sich Kommissar Hahn in die Liga der “Alles- besser- Wisser” und jener, die das Gras wachsen hören. Auch im Winter.
Falco würde fragen: “Alles klar, Herr Kommissar?”

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