Wieder Razzia im Brüsseler Stadtteil Molenbeek; stundenlange Schießereien, mehrere Verhaftungen. Es wurde auch jener Terrorist verhaftet, der bei den Attentaten in Paris vor vier Monaten dabei war und sich seither auf der Flucht befand. Es gab seit den Attentaten immer wieder Razzien in Belgien, aber auch in Deutschland und in Frankreich, wo ja auch noch immer Ausnahmezustand herrscht. Mit den Razzien in Frankreich, genau genommen in Paris, kam Saint- Denis ins Gespräch. Diese Pariser Vorstadt ist eines der Zentren des Islams in Frankreich und, genau so wie Molenbeek in Brüssel, eine Hochburg der Islamisten. Nach den Attentaten von Paris sorgte auch ein Interview mit einem 1994 nach Frankreich geflüchteten Algerier dafür, dass Saint- Denis bekannt wurde. Er sagte, er floh vor den Islamisten, aber in Saint- Denis sei es heute schlimmer als damals in Algerien.
Molenbeek und Saint- Denis. Brüssel und Paris; mitten in Europa. Beides sind Islamistenhochburgen, da wie dort findet man Attentäter. Hat da in den letzten Jahren und Jahrzehnten niemand gesehen, was sich da entwickelt? Oh doch, es hat aber die Behörden und die Politik nicht interessiert. Man hat die Augen verschlossen und auch die Ohren, man hat die Entwicklung ignoriert. Man wollte nicht wahrhaben, dass sich da “No- Go- Areas” entwickelt haben, in denen der Staat sein Recht verloren hat, nicht mehr existiert. Der Koran zählt mehr als das staatliche Gesetz. In diesen Stadtteilen ist es heute schlimmer als in Städten Nordafrikas oder des Nahen Ostens. In diesen Regionen wird gegen die Islamisten gekämpft, aber im eigenen Land hat man dieser Entwicklung tatenlos zugesehen und das Schlimme ist; es gibt schon viele Molenbeeks und Saint- Denises und es werden noch mehr. Gefördert durch Ignoranz, Untätigkeit und falsch verstandene Toleranz.

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