Durch die Flüchtlingskrise ist die Griechenland- Krise in letzter Zeit etwas verdrängt worden. Sie ist aber aktueller denn je und lässt sich nicht verleugnen und auch nicht gesundbeten: Griechenland ist schon wieder einmal kurz vor der Pleite und in einigen Wochen ist es einen Schritt weiter, dann ist es pleite. Diese sich ankündigende Pleite hat auch mit den Flüchtlingen zu tun, die von der Türkei auf griechische Inseln übersetzen und selbstverständlich eine Menge Geld kosten. Das können die Wunsch- Zielländer der Flüchtlinge, wie Österreich, Deutschland oder Schweden leidvoll bestätigen.
Das zweite Problem ist die griechische Wirtschaft. Die ist in keiner Weise konkurrenzfähig mit anderen EU- Ländern und wird sich alleine deswegen schon nicht erfangen und der erpresserische Maßnahmenkatalog, den die EZB, der IWF und die EU- Kommission den Griechen zwecks Erholung der Wirtschaft “auf´s Auge gedrückt” haben, bewirkt genau das Gegenteil. Die Arbeitslosigkeit ist offiziell auf 25 Prozent, tatsächlich aber wesentlich höher. Viele Familien leben von der ( mittlerweile mehrmals gekürzten) Pension der alten Familienmitglieder. Trotz der schon Jahre dauernden Krise zahlt die finanzielle Oberschicht in Griechenland aber immer noch so gut wie keine Steuern. Die ursprüngliche Lichtgestalt Tsipras hat sich als die größte Enttäuschung herausgestellt. Er ließ sich von der Troika erpressen und stimmte allen Forderungen zu. Für Griechenland ist der Euro der Untergang; das wissen nicht nur Wirtschaftsleute,sondern auch einige Politiker. Bei den Verhandlungen zum letzten “Hilfspaket” wurde auch schon über einen Austritt aus dem Euro diskutiert. Wer aber hat sich am meisten dagegen gesträubt? Richtig, eine gewisse gewissenlose Angela Merkel, ihres Zeichens Kanzlerin von Deutschland. Genau die gleiche Merkel, die auch für den sonderbaren Flüchtlingsdeal mit der Türkei verantwortlich ist.
Die griechischen Staatsschulden sind seit dem letzten “Hilfspaket” jedenfalls mehr und die Lebensbedingungen für die Griechen schlechter geworden. Griechenland bewegt sich in einer Abwärtsspirale, aus der das Land nicht mehr herauskommt. Zumindest nicht ohne Schuldenerlass und solange es im Euro ist. Die “Rettungen” werden immer teurer (es kommen dann ja auch noch die “faulen” Kredite der Privatpersonen dazu) und letzten Endes werden die europäischen Steuerzahler für das kriminelle Vorgehen der Politiker aufkommen müssen. Damit die Geldgeber zufrieden gestellt werden. Die können sich dann bei Draghi, Merkel, Schäuble usw. bedanken.

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