Wer kennt nicht den Spruch: “Wer Wind sät, wird Sturm ernten”. Wenn man aber auf den Nahen und Mittleren Osten und Nordafrika blickt, dann sieht man, dass dort in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon Sturm gesät wurde. Kriege im Libanon, im Irak, in Libyen, in Syrien, im Iran. Der Westen war teils direkt dabei; als kriegsführende Partei  oder teils indirekt, als Zündler und Unterstützer einer Kriegspartei. Angeblich ging es immer um edle Werte wie Menschenrechte, Demokratie , Freiheit usw. und gegen Diktatoren und Terroristen, die diese edlen Werte mit Füssen traten. Um diese Werte zu verteidigen, brauchte man halt auch eine Menge Kampfdrohnen, die ihre Raketen “wie ein Strafgericht des Himmels” auch schon einmal versehentlich in eine Hochzeitsgesellschaft einschlagen ließen.
  Dass die Terroristen von heute oftmals die Verbündeten von gestern sind, wird zwar meist bestritten, aber sie müssen auch heute noch befreundete Regierungen haben, denn: Wer unterstützt sie, wer bildet sie aus, wer finanziert sie?  Das Handwerkszeug der Terroristen gibt es nicht im Supermarkt zu kaufen. Beim “Krieg gegen den Terror” kommt das Wechsel- oder Gegenwirkungsprinzip, auch bekannt als “Aktion und Reaktion”, zum Tragen. Was in Madrid, London, Paris und jetzt in Brüssel passiert ist, kann eventuell die Reaktion in Form von Terror auf die Aktion in Form von Krieg sein. Krieg und Terror, Actio et Reactio. Hat nicht ein Sprecher einer Terrorgruppe einmal so was ähnliches gesagt wie: “Wir werden den Terror in die Zentren unserer Feinde tragen”. Europas Politiker sagen jetzt: “Europa befindet sich im Krieg”. Im Krieg gegen den Terror und diesmal wird es ein “Heimspiel” für Europa, wenn es so weitergeht.
  “Wer Wind sät, wird Sturm ernten”. Wenn dieser Spruch wahr wird und wenn die Kriege, die der Westen im Nahen und Mittleren Osten begonnen hat, der gesäte Wind sind, dann Gnade uns Gott vor dem Sturm, den wir ernten werden.
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