Die Nachrichten sind momentan hauptsächlich auf die Terroranschläge in Brüssel fokussiert und da gibt es natürlich jede Menge Wortmeldungen von Politikern, Vertretern von Religionsgemeinschaften, von Experten und selbsternannten Fachleuten. Ein Vorschlag zur Terrorverhinderung kam so sicher wie das Amen im Gebet von der Politik: Die Waffengesetze verschärfen, den Waffenhandel einschränken. Bei dieser leicht durchschaubaren Idee geht es um nichts anderes als um die Entwaffnung der Bevölkerung bzw. darum, der Bevölkerung den Zugang zu Waffen unmöglich zu machen. Wo bitte könnte sich denn ein angehender Terrorist in einem herkömmlichen Waffengeschäft mit automatischen Schnellfeuergewehren samt Munition, mit Handgranaten, Sprengstoff etc. eindecken? In Europa wohl nirgends; da bedarf es anderer Bezugsquellen.
  Es kommen auch die schon erwähnten Experten und Fachleute zu Wort. Einer aus dieser Zunft sprach davon, dass Europa sich auf 20 Jahre (oder sagte er sogar “mindestens”?) Krieg oder Terror einstellen müsse. Das horchte sich so an, als sei das ein vorgegebener Zeitrahmen. Während Politiker sich in pathetischen Wortmeldungen zu den Anschlägen äußern, kommt von vielen Seiten berechtigte Kritik an der Politik. Der Vorwurf geht von ignorieren und schönreden der Probleme, von fehlendem Interesse an Lösungsmodellen der Probleme, von übertriebener Toleranz bis hin zum einzigen Interesse von Politikern an einer Wiederwahl und somit dem persönlichen Interesse vor Allgemeinwohl.
  Bei einer der diversen Sendungen gab es eine sehr aussagekräftige kurze Filmszene zu sehen: Der ehemalige US- Senator und jetzige Vorsitzende des US- Streitkräfteausschusses, John McCain, war mit einem der jetzt gesuchten bzw. getöteten Terroristen zu sehen. Die beiden verhandelten damals über Unterstützung durch die USA. McCain taucht ja immer dort auf, wo was im Laufen ist. Er traf sich in der Ukraine vor dem Putsch mit den “Maidan- Demonstranten”, er war in Kairo, bevor der “Arabische Frühling” richtig losging und er traf sich eben auch mit syrischen Rebellen, die gegen die Regierungstruppen kämpften.
  Die Zeiten werden unruhiger, aber wenn unser Verteidigungsminister meint: “Wir müssen dafür gerüstet sein, wenn in Österreich etwas ähnliches wie in Brüssel passiert”, dann liegt er falsch. Es sollte eigentlich heißen: “Wir müssen gerüstet sein, dass in Österreich nicht etwas ähnliches wie in Brüssel passiert”. Gerade Wien hat nämlich in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass sich Islamisten da sehr wohl fühlen.
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