Der türkische Präsident Erdogan hat es auch nicht leicht. Er, der dank Merkel in der Flüchtlingsfrage mit dem umstrittenen EU- Türkei- Deal fast zum “Retter des Abendlandes” hochgejubelt wurde, kriegt immer mehr Probleme. So nebenbei erwähnt: Der umstrittene Deal kostet der EU zwar eine Menge Geld und die EU kriegt trotzdem eine Menge Flüchtlinge; eine Reduzierung der Flüchtlinge durch die Türkei ist noch nicht festzustellen.
  Zu Erdogans Problemen: Er kommt unter Druck wegen zunehmender Kritik an seinem Führungsstil, wegen der Verhaftung von Kritikern, der Einstellung von kritischen Zeitungen und wegen der Anschläge in der Türkei, die seiner Politik zur Last gelegt werden und den Tourismus schwer treffen. Seine Kämpfe gegen die Kurden, in der Türkei genau so wie in Syrien und im Irak, werden mehr und mehr verurteilt; in Syrien und im Irak geht Erdogan gegen die Kurden massiver vor als gegen den IS. Den Abschuss eines russischen Kampfjets und die Tötung von einem der Piloten durch türkische Verbündete konnte er auch nicht als Erfolg verbuchen. Dann zerbombten russische Kampfflieger hunderte von Tankwägen, die mit gestohlenem Öl von Syrien Richtung Türkei unterwegs waren. Erdogans Sohn wurde verdächtigt, das vom IS gestohlene Öl über die Türkei weiter zu verkaufen und er musste dann auch aus Italien verschwinden, wo wegen Geldwäsche gegen ihn ermittelt wurde. Und jetzt wurde auch noch bekannt, dass der jordanische König bei einem Treffen mit US- Abgeordneten schwere Anschuldigungen gegen Erdogan erhoben hat.
  Er sagte, dass die Flüchtlingskrise und Terroristen unter den Flüchtlingen nach Europa kein Zufall sei; das sei Teil der türkischen Politik. Außerdem sagte König Abdullah, es bestehe kein Zweifel daran, dass die Türkei der Terror- Miliz IS helfe, Öl zu exportieren. Genau das Gleiche haben auch schon die Russen behauptet und auch der Iran könne Beweise für den illegalen Ölhandel der Türken vorlegen, heißt es. Abdullah ging aber noch weiter und sagte, dass die Türkei Islamistengruppen in Syrien, Libyen und Somalia unterstütze.
  Würden nicht Merkel und Juncker noch zu Erdogan halten, stünde er wohl ziemlich allein da.
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