Die ungezogenen Fratzen von Holländern haben nicht gespurt! Sie haben bei der Volksabstimmung über das EU- Assoziierungsabkommen mit der Ukraine so abgestimmt, wie sie es für richtig hielten und nicht so, wie es die EU, die niederländische Regierung und die Ukraine vorausgesetzt haben; sie haben mit „Nein“ abgestimmt. Ein solches Referendum oder Plebiszit, wie es jetzt gerne genannt wird, ist aber direkte Demokratie. Es wird die mehrheitliche Meinung des Volkes zum Ausdruck gebracht.
Jetzt stehen also die Enttäuschten da mit langen Gesichtern und wissen nicht so recht, ob sie heulen oder maulen sollen. Die Katerstimmung ist unübersehbar. Man hört kein: „Naja, das Volk hat eben so entschieden, wir müssen das klarerweise akzeptieren“. Nein, man spricht von „bedauerlich“, von „traurig“, man sagt „kein guter Tag für Europa“. Jetzt ist Feuer am Dach; oder doch nicht?
Die EU, die nicht müde wird ihre „Werte“ zu betonen, zeigt jetzt, was sie von diesen ihren Werten hält. Dieser noble Verein will auf die Ratifizierung durch die Niederlande pfeifen und den Vertrag entgegen ihren eigenen Regeln in Kraft treten lassen, er kann angeblich nach Einschätzung von Rechtsexperten auch ohne Beteiligung der Niederlande umgesetzt werden so nach dem Motto: Wenn es passt, machen wir es demokratisch; wenn nicht, dann eben anders. Der Dampfplauderer Schulz bedauerte das Nein der Niederländer und meinte, jetzt müsse um das „Zivilisationsprojekt“ Europa gekämpft werden.
Die grüne Riege im EU- Parlament hat von den „Werten“ auch eine eigene Vorsstellung. Deren Fraktionschefin meinte gar: „Volksabstimmungen, die so angelegt sind wie jene in den Niederlanden, können die EU in ihrem Bestand gefährden“ und europäische Themen würden sich für Volksabstimmungen nicht eignen. Das heißt, man soll sie gefälligst verbieten. Auch unser ÖVP- Mann in Brüssel, Othmar Karas, sieht es ähnlich: „Nationale Referenden über EU- Beschlüsse sind eine Flucht aus der Verantwortung, ein Zeichen von Schwäche“.
Demokratie ade; auf die Müllhalde mit demokratischen Regeln. Als nächstes könnte man doch das bisschen, was bei der EU noch gewählt wird, auch abschaffen. Wahlergebnisse könnten für grosse Pläne auch ein Hindernis sein. Jetzt wird ersichtlich, wohin die Reise geht.
Ist diesen Maulhelden und Dampfplauderern eigentlich klar, was sie da verbal absondern?

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