EU- Ratspräsident Martin Schulz faselt mit vor Schreck geweiteten Augen was von der Gefahr einer Implosion der EU und warnt davor, die Gefahren für die EU durch die europafeindlichen Bewegungen in den Mitgliedstaaten zu unterschätzen. Er sagt auch: „…Das Vertrauen vieler Menschen in Institutionen, egal ob national oder europäisch, ist verloren gegangen“. Die Schuldigen für den Vertrauensverlust hat er auch gleich gefunden: „Kaum einer der Regierungschefs kämpft wirklich dafür, das Herz der Menschen zu erreichen“. Er meint damit wohl, Druck und Gehirnwäsche muss gesteigert werden. Und weiter sagt er: „Wenn die Briten die EU verlassen, wird es Forderungen nach weiteren Austrittsreferenden geben“.
Falls es das Gebilde namens EU zerreißen sollte, sind laut Auffassung von Schulz alle anderen schuld, nur nicht die EU selbst. In der Wirtschaft wird ein ähnliches Phänomen als „Betriebsblindheit“ bezeichnet, das heißt, man will die eigenen Fehler nicht sehen. Die Leute haben es aber mehr und mehr satt, dass ungefragt über sie verfügt wird, dass ihnen dieses und jenes aufgezwungen wird, dass sie die Unverschämtheiten der Politik finanzieren müssen, dass sie mehr und mehr rechtlos werden und dass grundsätzlich die Macht nicht (mehr) vom Volk ausgeht, sondern die Politiker sich die Macht nehmen und das Recht anmaßen, das Volk zu bevormunden, zu entmündigen und zu beherrschen.
Mit dem Beispiel der Implosion sagt Schulz Interessantes aus der Physik: „Eine Implosion ist der plötzliche Zusammenbruch eines Objekts infolge eines Außendrucks, der größer als der Innendruck ist….“ sagt Wikipedia. Implodieren kann also nur ein Hohlkörper. Schulz lässt offen, ob er die EU als solches als Hohlkörper sieht oder ob es die Köpfe der EU- Führer sind.
„Die Herrschenden werden aufhören zu herrschen, wenn die Kriechenden aufhören zu kriechen“.                         Friedrich von Schiller

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