Im syrischen „Bürgerkrieg“ soll anscheinend eine Wende herbeigeführt werden. Nachdem die Russen und die Syrer mit verbündeten Milizen wie Hisbollah gezeigt haben, dass man, falls man will, gegen den IS und anderes Gesindel relativ erfolgreich sein kann, wurde die Position des syrischen Präsidenten Assad gestärkt. Ein Sturz schien in weite Ferne gerückt. Um eine Kehrtwende einzuleiten, haben die Saudis mit massiver Aufrüstung des IS und anderer Terrorbanden begonnen; auch mit Luftabwehrwaffen, wie es heißt. Dann haben auch die Amerikaner gesagt, im Falle von Verletzungen des Waffenstillstandes „gemäßigte“ Rebellen aufzurüsten; auch mit Luftabwehrraketen.
Die Amerikaner fühlen sich durch die russischen Erfolge gegen den IS wahrscheinlich ein bisschen gedemütigt und das vergessen sie nicht. Jetzt sind bei Luftangriffen in Syrien auch Zivilisten getötet worden. Das ist fast vergleichbar mit westlichen Drohnenangriffen. Da erwischt es auch mehr Zivilisten als Terroristen. Die Angriffe „seien vermutlich von der Luftwaffe des syrischen Präsidenten Assad geflogen worden“, heißt es von der in Großbritannien ansässigen „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“. Die Meldungen dieser Ein- Mann- Beobachtungsstelle sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da kaum überprüfbar. Auch das „vermutlich“ sagt viel und doch nichts aus.
Es soll jetzt eine gemeinsame Offensive mehrerer Rebellen- und Terrorgruppen gegen Regierungstruppen gestartet werden, sie sollen ja nicht umsonst aufgerüstet worden sein. Assad muss weg, fordern sie gemeinsam. Es kann doch nicht sein, dass er sich erfolgreich gegen eine Allianz von Amis samt Verbündeten inklusive der Golfstaaten sowie IS, anderer Terroristen und Rebellen stellt. Das darf nicht sein. Außerdem  soll Syrien aufgeteilt werden.

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