Eine Tageszeitung zeigt einen Fall auf, der eine Schande für Österreich und ein Eingeständnis der Unfähigkeit und Hilflosigkeit der österreichischen Behörden ist. Dieser Fall ist die Leidensgeschichte einer jungen Frau, welche am Westbahnhof von vier Männern zusammengeschlagen und beraubt wurde. Dass ihr von anderen Menschen am Bahnsteig nicht geholfen wurde, ist schon fast „normal“. Viele Leute haben ganz einfach Angst davor, sich mit dem kriminellen und gewalttätigen Gesindel anzulegen, viele Leute fürchten auch, auf Grund der politischen Korrektheit oder anderer Gründe, nach einem Eingreifen selbst vor Gericht zu stehen.
Damit ist die Geschichte aber längst nicht zu Ende. Der Skandal offenbarte sich in ganzer Tragweite, als die Frau den Überfall anzeigte und die Polizei ihr erklärte, dass Frauen ab 20 Uhr nicht mehr alleine auf der Straße gehen sollten. Die „guten Ratschläge“ gingen noch weiter. Sie möge sich doch die Haare anders färben, nicht blond, und sich weniger aufreizend kleiden, wurde ihr empfohlen. Es wurde ihr somit suggeriert, dass sie eigentlich selbst schuld sei.
Ja, wo leben wir denn? Etwa schon in einem islamistischen Kalifat, welches von einer Scharia- Polizei kontrolliert wird? Solche „guten Ratschläge“ der Polizei sind eigentlich als Nachweis zu sehen, dass in gewissen Bereichen der Rechtsstaat bei uns längst kapituliert hat. Minister Kurz träumt seine unausgereiften Träume von internationalen Militäreinsätzen, aber im eigenen Land ist die Bevölkerung hilf- und schutzlos dem Gesindel ausgeliefert. Man hat in vielen Bereichen mittlerweile den Eindruck, dass statt einer nach westlichen Werten orientierten Staatsmacht die Scharia das Sagen hat.
Es ist auch wenig hilfreich, die Bevölkerung mit einer geplanten Aufstockung der Polizei beruhigen zu wollen. Die uniformierte Polizei besitzt längst kein Abschreckungspotential mehr und auch doppelt so viele Polizisten im öffentlichen Raum können vorbeugend kaum Überfälle und Sexattacken verhindern und eine vielleicht zu erhöhende Aufklärungsquote kann begangene Taten nicht ungeschehen machen. Fakt ist, dass auf unseren Straßen ganz einfach zu viel Gesindel herumläuft und unsere Justiz nicht fähig ist, dieses Gesindel wegzusperren oder dauerhaft außer Landes zu bringen.
Die Voraussetzungen dafür zu schaffen, wäre wiederum Sache der Politik. Die zeichnet sich aber durch Untätigkeit aus; zum Nachteil der Bevölkerung.

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