In Syrien bemühen sich angeblich alle beteiligten Parteien, also Syrer, Russen, Amerikaner, Türken, Saudis und wer weiß noch aller, dass der sogenannte „Bürgerkrieg“ beendet wird. Einige Rebellen-, Oppositions- und Terrorgruppierungen sind von diesen Bemühungen ausgenommen, genau so wie der IS. So richtig glaubwürdig ist die ganze Sache aber nicht. Die Türken bekämpfen die Kurden angeblich mehr als den IS und die Amerikaner und Saudis können sich mit den Russen und Syrern nicht einigen, wer auf die Liste der Terrorgruppen gesetzt werden soll und den Saudis und anderen Golfstaaten wird nachgesagt, dass sie den IS massiv unterstützen.
Jetzt stellt sich heraus, dass für die USA in Syrien der Friede nicht unbedingt im Vordergrund steht. Ein Sprecher des US- Außenministeriums klärte auf Fragen von Journalisten zu Syrien über die Prioritäten der US- Politik auf. Demnach steht die Absetzung des syrischen Präsidenten Assad an erster Stelle, erst danach kommt das Bestreben nach Frieden im Land. Laut dem Pressesprecher sind die USA auch nicht besonders erfreut über die Erfolge der syrischen Regierungstruppen gegen den IS. Außerdem wollen die USA eine dschihadistische Gruppe, der die UNO schwere Verbrechen gegen Zivilisten vorwirft, nicht auf die Liste der Terrorgruppen setzen. Die USA meinen, das könnte dem Friedensprozess schaden.
Das sind wenigstens einmal klare Aussagen. Der Sturz Assads ist wichtiger als Friede, Erfolge der Regierungstruppen gegen den IS kein Grund zum Jubeln und eine Terrorgruppe darf nicht als solche bezeichnet werden, weil das dem Friedensprozess schaden könnte.
Die Aussagen sind klar, die Hintergründe nicht.

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