Bei den US- Vorwahlen um die Nominierung der Präsidentschaftskandidaten geht es rund. Dort ist bei den Republikanern Trump „der Rüpel“ vor Kurzem angeblich noch von vielen Delegierten abgelehnt worden und plötzlich ist ihm die Nominierung sicher; keine Rede mehr von Kampfabstimmung. Jener Trump, der wegen seiner Ausdrucksweise von der Elite verachtet und gehasst wird (oder wurde) und der zu Beginn des Wahlkampfes öffentlich sagte, dass er sich nicht an die „political correctness“ halten werde. Das war vielleicht sogar der Grund für seine Erfolge.
Richtig was los ist aber bei den Demokraten. Die angeblich haushohe Favoritin, Hillary Clinton, hat plötzlich massive Probleme. Lange Zeit wurde Clinton ja auch in europäischen Medien hochgejubelt und plötzlich wird sie als „wenig erfolgreich“ eingestuft und ihre Probleme dürften mittlerweile so groß geworden sein, dass sie unter keinem Teppich mehr Platz haben. Mittlerweile interessiert sich nämlich auch die Justiz für sie und das FBI ermittelt gegen sie wegen ihres „Fehlverhaltens“ in der sogenannten „e- Mail Affäre“. Da drohen ihr im allerschlimmsten Fall bis zu zehn Jahre Haft. Die Sache mit den e- Mails ist aber nicht das einzige Problem Clintons. Eine satte Mehrheit der demokratischen Wähler will nämlich ihren Konkurrenten Sanders als Kandidaten und nicht die Wall Street- gesteuerte Clinton. Ausserdem gibt es Vorwürfe wegen Manipulation bei den Vorwahlen, z. B. in Chicago und in New York, heißt es, wurde die Wahlveranstaltung als „geschlossene Gesellschaft“ für ihre Leute deklariert, um gegen Sanders siegen zu können.
Jetzt gibt es jedenfalls Gerüchte, dass sie weggeputscht werden könnte oder sollte und statt ihr der Vizepräsident Joe Biden als Präsidentschaftskandidat aufgestellt wird. Er war immer der Wunschkandidat Obamas und jetzt geht das Gerücht um, dass Obama selbst die Ex- US- Außenministerin als Präsidentschaftskandidatin abservieren will. Wenn es so knapp vor der Nominierung wirklich dazu kommt, müssen gewichtige Gründe dafür vorliegen.

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