In Deutschland gibt es, bis jetzt zumindest, bei Rot und Schwarz für die Bundestagswahl 2017 Probleme mit willigen Kanzlerkandidaten. Die Zustimmung für die SPD verschlechtert sich beinahe täglich und dazu das Schreckgespenst der AfD im Nacken; kein Wunder, dass niemand Interesse hat, in den Ring zu steigen. Sigmar Gabriel ist zwar nicht zu übersehen, aber alles andere als eine Galionsfigur und zur Zeit werden ihm keine Chancen eingeräumt, Wahlsieger und Kanzler zu werden. Er weiß das auch und deshalb fände er es auch „hervorragend“, wenn es bis zur Wahl mehrere Kandidaten innerhalb der SPD gäbe. Es gibt aber keine Freiwilligen, die sich selbst ins Out schießen wollen.
Aus der Not heraus wurde auch schon der EU- Parlamentspräsident Martin Schulz ins Spiel gebracht. Der hat aber gleich entsetzt abgewunken und mit Hinblick darauf, dass Europa momentan „nicht im besten Zustand“ sei, gemeint: „…Ich versuche hier meinen Beitrag zu leisten. Mein Platz ist in Brüssel“. Er würde jedoch Sigmar „das Pack“ Gabriel „mit Haut und Haaren“ unterstützen.
Kein Wunder, dass sich Schulz davor drückt, in Deutschland als Kanzlerkandidat anzutreten. Da müsste er sich ja einer Wahl stellen! Das ist er ja als EU- Politiker gar nicht mehr gewohnt; da könnte er ja auch verlieren. OK; eine Wahl gibt es ja in Brüssel. Immerhin wird das EU- Parlament gewählt, aber sonst hat man es nicht so mit Wahlen.
Bei der CDU/ CSU schaut es aber in Hinblick auf die Bundestagswahl auch nicht gut aus. Die Begeisterung bei der Bevölkerung hält sich ebenfalls in Grenzen und ein großer Teil der Wähler ist der Meinung, dass Merkel mehr als lang genug Kanzlerin war. Aber auch bei der Union sind keine Kanzlerkandidaten in Sicht.
Naja, vielleicht könnte man die Wahl verschieben.

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