Lange hat es unter Ex- Kanzler Faymann gedauert, bis es in der Flüchtlingsfrage zu einer „Obergrenze“ kam, die bei Faymann und Co. „Richtwert“ hieß und für 2016 mit 37.500 Asylanträgen festgesetzt wurde. So richtig glaubwürdig war die Sache nie, gab es doch auch das sonderbare Zahlenspiel mit den 80 Asylanträgen pro Tag; zuerst für Österreichs Grenzen und plötzlich nur für den Grenzübergang Spielfeld. Ein beschämender Vorgang.
Jetzt ist der neue Kanzler gerade zwei Wochen im Amt und das charakterliche Trauerspiel wiederholt sich. Bundeskanzler Kern erklärt plötzlich, dass die Obergrenze nur für tatsächlich Asylberechtigte gilt und nicht für alle Asylanträge, wie bisher immer gesagt wurde. Dadurch wird logischerweise das Erreichen der Obergrenze hinausgeschoben. Bis jetzt wurde immer von mehr als 22.000 Asylanträgen im laufenden Jahr berichtet, doch der Bundeskanzler sagte plötzlich, es habe heuer „bis jetzt rund 11.000 Asylanträge gegeben“. Und er schämte sich nicht einmal dabei und wie zur Verhöhnung verwies er noch darauf, dass im Sommer mit steigenden Asylantragszahlen zu rechnen wird. Selbst der Verteidigungsminister ist über das Zahlenspiel irritiert und warnt davor, sich lächerlich zu machen.
Bundeskanzler Kern möchte wohl mit schmutzigen Tricks an die „Erfolgsquote“ von etwa 100.000 Flüchtlingen pro Jahr herankommen, mit denen Faymann das Land beglückte. Der Dank der Bevölkerung wird ihm dafür sicher sein.
So etwas ähnliches wie diese Trickserei war vorhersehbar und zu erwarten. Wahrscheinlich hat er Vorgaben zu erfüllen.