„Jedes Jahr,das wir nicht mehr in der EU sind, ist ein besseres Jahr für uns“. Das sagt der britische Ex- Außenminister David Owen, der einmal ein glühender Verfechter der Idee einer Europäischen Gemeinschaft war. Heute aber ist er ein scharfer Kritiker der EU, macht auch kein Hehl daraus, spart nicht mit Vorwürfen und ruft zum Austritt aus der EU auf. Als die EU den Euro und die Währungsunion einführte, hat sie sich negativ verändert; Europa ist nicht bereit für eine Währungsunion und eine gemeinsame Währung und die Deutschen sind nicht bereit für nötige Änderungen, sagt er. Er kritisiert auch, dass eine hohe Arbeitslosigkeit toleriert wird, wie es früher nicht denkbar war und auch, dass heute die Märkte alles beherrschen und Geschäftsinteressen im Vordergrund stehen. Er befürwortet ordentliche Grenzkontrollen, strenge Regeln bei der Arbeitnehmerfreizügigkeit und ist strikt gegen eine zügellose Zuwanderung; die mittlerweile 300.000 Zuwanderer pro Jahr in Großbritannien schaffen Probleme. Es gibt keine günstigen Wohnungen mehr, das Sozial- und Gesundheitssystem brechen zusammen, die Suche nach Schulplätzen wird schwieriger. Er sagt auch, dass die Studien, welche von hohen Kosten und Risiken bei einem Austritt aus der EU reden, falsch sind und meint dazu: „Es kommt darauf an, womit man die Studie füttert. Wenn man Mist hineinsteckt, kommt auch Mist heraus“.

Wäre nicht ausdrücklich von Großbritannien die Rede, könnte genau so gut Österreich gemeint sein. Auch bei uns verursacht die EU wirtschaftliche Schäden, wie z. B. durch die Russland- Sanktionen und auch die anderen Probleme sind bei uns anzutreffen. Von Austritt will aber niemand reden.

Advertisements