Ein, wie eine oberösterreichische Zeitung schreibt, „fremdenfeindlicher Ekel- Anschlag“ ist in Linz verübt worden. Von Unbekannten wurde ein Schweinekopf, umgangssprachlich auch Sauschädel genannt, an der Türklinke einer Moschee befestigt. Wegen dieser Schweinerei schlagen die politischen Wellen hoch. Die Integrationsstadträtin ist empört und verurteilt den Anschlag, wie es heißt. Eine andere Zeitung kommt der Sache schon näher und spricht von einem Vandalenakt. Die Polizei ermittelt jedenfalls.

Eines fällt schon auf: Wenn der Islam beleidigt wird, und einen Sauschädel an die Türklinke einer Moschee hängen ist eine Beleidigung, dann liegen unsere Politiker sofort auf dem Bauch. Sie verurteilen die Tat, sie zeigen sich empört, sie bedauern die Untat zutiefst und bei irgendwie passender Gelegenheit wird sofort eine spontane Solidaritätskundgebung organisiert. Selbst christliche Gottesmänner erklären sich solidarisch mit den Vertretern des Islam und bringen ihre Empörung zum Ausdruck. Da wird mit Religion Politik gemacht.

Geht es um den christlichen Glauben, schaut die Sache gleich ganz anders aus. Wenn jemand den christlichen Glauben verhöhnt und beleidigt, wird er von vielen Medien als Künstler gefeiert und selbst kirchliche Würdenträger finden es unter ihrer Würde, dagegen Stellung zu beziehen. Immerhin ist die Freiheit der Kunst unantastbar. Wer es wagt, dagegen öffentlich aufzutreten, wird lächerlich gemacht und verunglimpft. Der christlich Glaube ist Privatsache und hat in der Politik nichts verloren.