Die Flüchtlingssituation in der EU wird immer bizarrer. Da verkündet der EU- Parlamentspräsident Schulz laufend sein Credo von der Umverteilung von 160.000 Flüchtlingen und von „Resettlement“ in der EU und blamiert sich bis auf die Knochen, da bis jetzt nicht einmal 2000 umverteilt wurden. Da nennt EU- Kommissionspräsident Juncker einen brauchbaren Vorschlag von Außenminister Kurz ohne nachzudenken unmoralisch. Ohne nachzudenken deshalb, weil Juncker anscheinend bis jetzt entgangen ist, dass dieser Vorschlag von Kurz eigentlich schon Realität ist. Die Hotspots in Griechenland und Italien entsprechen ja in etwa den Inseln, von denen Kurz in seinem Vorschlag sprach. Einige Politiker, darunter auch Kurz, sprechen immer wieder von „legalen Wegen nach Europa“. Warum eigentlich und für wen? Weder die Nationalstaaten und noch viel weniger die EU schaffen es, die Grenzen dicht zu machen und die illegale Migration zu stoppen. Österreich zieht also weiterhin Asylwerber an wie das Licht die Motten. Also nochmals die Frage: Warum und für wen braucht es legale Wege nach Europa?  Wenn wirklich Fachkräfte kommen wollen, haben die sicher kein Problem zu kommen und die werden mit Visum und per Flieger kommen können.

Alle anderen, die schon hier sind und noch laufend kommen, widersetzen sich einer Verteilung und drängen in die Sozialstaaten Deutschland, Schweden und Österreich. Wozu braucht es da zusätzlich legale Wege nach Europa und was nützt da der beste Plan aus Brüssel, wenn den die Nationalstaaten boykottieren und die zu verteilenden Flüchtlinge ihn mit Gewalt verweigern? Eine Auflistung in der „Krone“ zeigt das wahre Problem auf: Polen und die Slowakei z. B. meldeten je 100 freie Plätze für Flüchtlinge und gekommen sind bis jetzt Null; jawohl, null! Und das bei einer Zuweisungsquote der EU von mehr als 6.000 bzw. knapp 1.000.

Will Schulz die Flüchtlinge in jene Länder prügeln, in die sie freiwillig nicht gehen wollen? Wenn nicht, dann soll er sich schleunigst einen Plan überlegen, wie er den laufend nachkommenden Flüchtlingsstrom stoppen kann. Der Plan muss aber besser funktionieren als sein Verteilungsplan.