…dann lebt es sich ganz ungeniert“. Vermutlich haben sich Juncker und seine Kommissionsmitglieder diese alte Binsenweisheit als Leitspruch für ihr Wirken genommen. Wie soll man sonst verstehen, was die in letzter Zeit aufführen. Wenn man nur über die gravierendsten Totalversagen der letzten Zeit nachdenkt, fallen einem spontan die Flüchtlingskrise mit der Flutung Europas und die Unfähigkeit zur Sicherung der EU- Außengrenzen ein, die Unverschämtheit bei TTIP- Verhandlungen, jetzt die Frechheit mit der Ankündigung, CETA im Alleingang durchzuboxen sowie die Entscheidung der EU- Kommission, die Zulassung des Pflanzengiftes Glyphosat um vorläufig 18 Monate zu verlängern. Umweltschutzorganisationen sind enttäuscht und entsetzt, weil dieses giftige Unkrautvernichtungsmittel weiterhin in großen Mengen eingesetzt werden darf. Es ist ja auch bekannt, dass immer größere Mengen benötigt werden, weil die Unkräuter resistent gegen das Gift werden. Glyphosat steht ja im Verdacht, krebserregend zu sein und es hat negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Dieses Zeug wurde von der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, durch Gutachten als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Jetzt soll, da sich die EU- Mitgliedsstaaten nicht auf ein Verbot einigen konnten, die europäische Chemikalienagentur ECHA (European Chemicals Agency) klären, ob das Pflanzengift, wie behauptet oder vermutet wird, krebserregend ist. ECHA, eine Behörde der EU, und nicht ein unabhängiges Institut oder die WHO soll klären, ob Glyphosat für den Menschen schädlich ist! Die Agentur ECHA, welche Registrierungsunterlagen der Hersteller entgegennimmt und die eingereichten Unterlagen prüft. Die Hersteller werden doch ganz sicher nicht schreiben, dass ihr Produkt schädlich und gefährlich für Mensch und Umwelt ist!

So arbeitet die EU- Kommission unter Juncker also. Wem das noch nicht reicht; es gibt Nachschlag: Kanzler Kern verwehrte sich gegen Junckers Plan, CETA eigenmächtig durchzudrücken und verwies auf die Behandlung durch das österreichische Parlament und auf die Rechtslage und was machte Juncker? Er tat das als „österreichischen Klamauk“ ab! Dieser Schädling namens Juncker will nicht nur die EU- Staaten entmündigen, sondern sie hinterher auch noch verhöhnen. Wenn Juncker samt seiner Kommission stur bleibt und CETA durchdrückt, dann ist Kanzler Kern gefordert, seine Verweigerung einer Volksabstimmung in Österreich sehr schnell zu überdenken.

Wenn das kein Grund ist für ein Referendum; was dann?

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