In der „Krone“ liest man: „An nur einem Tag! Über 4500 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet“. Vor ein paar Tagen erst gab es die Meldung: „7000 Menschen in zwei Tagen im Mittelmeer gerettet“. Die Schlepper werden bei solchen Meldungen feiern. Sie können, mit einem Grinsen im Gesicht, ihren Kunden eine „Ankunftgarantie“ für die EU geben. Wenn sie es selbst nicht schaffen, werden sie garantiert von Küstenwache, Marineschiffen oder Hilfsorganisationen nach Italien „gerettet“. Die EU ist nicht fähig oder nicht gewillt, die Außengrenzen zu sichern und die Flüchtlinge nach Libyen oder sonst wo hin zurückzubringen. Die EU diskutiert höchstens über irgendwelche Maßnahmen, die aber nichts bringen oder nicht umgesetzt werden. Währenddessen kommen aber weitere Zehn- oder gar Hunderttausende in die EU, um, wie der deutsche Finanzminister Schäuble meint, „Inzucht zu vermeiden“.

Es läuft alles so, wie es EU- Kommissionspräsident Juncker vor langer Zeit formulierte: „…Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt“. Das gilt nicht nur für die Zuwanderung nach Europa, sondern auch für die Finanzpolitik der EZB, die Entmachtung und Auflösung der Nationalstaaten; eigentlich für alle Bereiche, in denen die EU „aktiv“ ist.

Advertisements