Die meisten der EU- Staaten sind verschuldet „bis über beide Ohren“ und am schlimmsten ist es im Euro- Raum. Der Durchschnitt liegt hier bei fast 91 Prozent des BIP, während in der gesamten EU der Durchschnitt bei 85 Prozent liegt. Absoluter Spitzenreiter ist Griechenland mit 177 Prozent des BIP, gefolgt von Italien mit 133, Portugal mit 129, Zypern mit 109, Belgien mit 106 und Spanien mit 100 Prozent des BIP. Frankreich liegt aber auch bei beachtlichen 96 Prozent und Österreich mit seinen 86 Prozent ist auch kein Musterschüler.

Trotz diverser Sparmaßnahmen werden die Schulden aber kaum weniger, dafür werden „dank“ der Maßnahmen von EZB- Chef Draghi die Sparer enteignet. Das ist aber dem französischen „Schuldenkönig“, dem EU- Währungs- und Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici, immer noch zu wenig. Er will erreichen, dass Brüssel einer noch höheren Verschuldung der EU- Staaten zustimmt und die jetzt gültigen Kriterien für Schulden abschafft oder ganz einfach wieder einmal ignoriert so nach dem Motto: Regeln sind da, um gebrochen zu werden. Zu dem Zweck fordert er einen EU- Finanzminister mit eigenem Budget und in weiterer Folge eine „Vergemeinschaftung der Schulden“. Gut wirtschaftende Staaten, sofern es die in der EU gibt, sollen dann die Schulden jener Staaten begleichen, welche wirtschaftliche Probleme haben. Jeder soll für jeden haften; bis alle pleite sind.

Momentan steigt in Italien die Gefahr von Bankpleiten, es geht um hunderte von Milliarden für die „Rettung“. Italien will sie mit Steuergeldern retten, um Unruhen in der Bevölkerung zu vermeiden. Deutschland ist dagegen und will Sparer, Anleihenbesitzer und Aktionäre der Banken zur Kassa bitten. Tatsache ist: Wenn Italiens Banken „crashen“, wird ein Domino- Effekt ausgelöst, der im nächsten weltweiten Crash mündet. Eingebrockt wird uns das von Politikern, die dem Geld hörig sind und noch mehr Schulden machen wollen. Sogar der US- Präsident Obama fordert von der EU, die Sparmaßnahmen zu beenden und weiter hemmungslos Schulden zu machen. Über die Folgen dieser Schuldenorgien spricht niemand, sie werden aber schlimm sein und ausbaden wird sie der Sparer und Steuerzahler müssen.

„Die Geschichte staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger glücklicher Perioden, eine Geschichte von Lug und Trug“. Das sagte der Ökonom und Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek.

Advertisements