Die „Krone bunt“ brachte einen Bericht über etwas, das kaum zu glauben ist. Einen Bericht über katholische Franziskanerpater im islamischen Syrien, in der zerstörten und umkämpften Stadt Aleppo. Über das, was sie in Aleppo machen. Einer der Pater schildert das Leben in den Ruinen, im Chaos, immer bedroht von Angriffen und Raketen. Der Pater berichtet über die Hilfe, die seine Glaubensbrüder und er leisten. Sie helfen den Menschen, wieder Fuß zu fassen. Sie bauen zerstörte Wohnungen wieder auf, sorgen für Wasser, Strom, Medikamente. Sie helfen den Menschen in ihrer Heimat. Sie helfen durch die Hilfe anderer, sie sind auf Spenden angewiesen.

Da ist aber noch etwas, was viele nicht glauben wollen, was gegen die offizielle Meinung verstößt. Der Pater sagte nämlich: „Assad ist kein Engel, aber ich danke ihm, dass er nicht davongelaufen, sondern unser Präsident geblieben ist. Ohne ihn wären wir alle schon tot“. Das sind deutliche Worte. Der Pater wird aber noch deutlicher. Er bezeichnet die EU- Sanktionen als absurd, er ist enttäuscht von den europäischen Regierungen. Er sagt: „Zu sagen, Assad sei nicht legitimiert und müsse weg, zeugt von extremer Naivität. Assad ist das einzige Symbol für die Einheit und eine Zukunft Syriens. Es gibt keine moderaten Rebellen“.

Mit diesen paar Sätzen stürzt der Pater das offizielle westliche Weltbild von Syrien. Keine Rede von Assad, dem „Schlächter des eigenen Volkes“, als der er uns gerne verkauft werden soll. Er behauptet, die westlichen Führer seien „extrem naiv“; er sieht Assad als Symbol für eine Zukunft Syriens. Der größte Vorwurf gegenüber dem Westen ist aber: „Es gibt keine moderaten Rebellen“. Und er muss es wissen. Diesem Pater sollen die „Assad- muss- weg“- Politiker einmal zuhorchen und seine Ratschläge befolgen.

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