Für den IS schaut es zur Zeit in Syrien, konkret in Aleppo, gar nicht gut aus. Aleppo ist die letzte syrische Großstadt, in der sich der IS oder besser gesagt seine Söldner noch halten können. Die Betonung liegt aber auf „noch“, denn syrische Truppen und ihre Verbündeten, wahrscheinlich Hisbollah- Einheiten, haben den letzten Flucht- und Nachschubweg unter ihre Kontrolle gebracht. Das wurde auch schon vom Sprecher einer islamistischen und internationalen Söldner- Truppe bestätigt. Diese Kopfabschneider- Truppen sitzen also in der Falle und sollten sie aus Aleppo vertrieben oder bei Kämpfen aufgerieben werden, wäre das für alle IS- Einheiten eine moralische Katastrophe und die größte Niederlage.

Jetzt möchte man meinen, es müssten alle in Jubel ausbrechen, die gegen den IS kämpfen oder zumindest vorgeben, das zu tun. Dem ist aber nicht so; den Amerikanern bereitet das anscheinend Sorgen und auf der diplomatischen Bühne ist Hektik festzustellen. Der amerikanische Außenminister Kerry, der für die Russen im Allgemeinen nicht viel übrig hat, ist ganz überraschend zu Putin gereist und hat sich auch mit seinem russischen Kollegen Lawrow getroffen. Was ist der Grund für diese hektischen diplomatischen Aktivitäten? Die Amerikaner sagen es ungern, aber es sind ihre „Militärberater“, die blöderweise jetzt mit den Kopfabschneidern, pardon, mit den „gemäßigten Rebellen“ selbstverständlich, eingeschlossen sind. Die müssen natürlich verschont und nach Möglichkeit unauffällig in Sicherheit gebracht werden. Sie werden ja sicher anderswo auch noch als „Militärberater“ gebraucht.

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