Die Franzosen toben sich jetzt, wohl als Reaktion auf das Nizza- Attentat, mit Bombenangriffen in Syrien aus. Die syrische Regierung hat beim UN- Sicherheitsrat wegen der völkerrechtswidrigen Angriffe protestiert, weil bei Bombenangriffen der französischen Luftwaffe viele Zivilisten getötet wurden. Auch bei US- Luftangriffen gegen den IS in der Stadt Manbij sollen 56 Zivilisten getötet worden sein. Es wird von insgesamt mehr als 120 getöteten Zivilisten berichtet. Es gibt aber auch Medien, welche von „zwischen 100 und 300 Menschen“ berichten. Die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ berichtet, dass die Kampfflugzeuge unter Führung der USA die Menschen versehentlich bombardiert hätten und auch Amnesty International meldete sich zu diesen Vorfällen zu Wort. Warum ist übrigens von den großen Nachrichtenagenturen davon nichts zu hören? Über die kleinsten Erfolge gegen den IS wird groß berichtet.

Bei den Franzosen war diese Reaktion zu befürchten, lief es doch nach den Pariser Attentaten genau so ab. Sie begannen damals, in Syrien zu bombardieren. Es war sinnlose, blinde Rache, die höchstens ein paar rachsüchtige Franzosen zufrieden stellte. Sonst nichts. Die Attentäter waren ja schon lange in Frankreich gewesen; teils dort aufgewachsen, teils als „arme Flüchtlinge“ ins Land gekommen. Jetzt ist es dasselbe. Rache für Nizza; an Zivilisten. Auch wenn es „irrtümlich“ passierte. Der Täter von Nizza war aber ein schon lange in Frankreich lebender Tunesier. Der Kampf gegen den Terror ist nötig, aber doch nicht so. Dadurch wird weiter Hass geschürt. Betrachten wir doch den erschossenen Zug- Attentäter von Würzburg. Was nannte der doch als Motiv für seine Attacke auf Zugpassagiere? Er wolle sich für das rächen, was seinen Glaubensbrüdern in seiner Heimat von westlichen Truppen angetan wurde. Ja, er war ein Attentäter, aber seine Gedanken werden auch in anderen Köpfen herumgeistern. Und Bombardements, auch irrtümlich, werden diese Gedanken nicht vertreiben.

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