Vor ein paar Tagen jährte sich der Absturz bzw. Abschuss der malaysischen Passagiermaschine des Fluges MH 17 über der Ostukraine zum zweiten Mal. Bei der Katastrophe kamen ja 298 Menschen ums Leben. Fast zeitgleich zum Abschuss der Maschine gab es schon die ersten Vorverurteilungen: Der Russe war´s. Und wenn schon nicht der Russe direkt, dann eben indirekt durch die vom Russen unterstützten Separatisten in der Ostukraine. In der Folge waren die wildesten Verdächtigungen, Vermutungen und Verschwörungstheorien zu hören und auf Videos zu sehen. Das ging bis hin zu chloroformgetränkten Leichen an der Unglücksstelle und Erklärungen zu den Einschusslöchern in sichergestellten Wrackteilen.

Im Oktober vergangenen Jahres wurde der Abschlussbericht zum Absturz der Maschine präsentiert; ein nichtssagender Bericht. Das einzig Interessante an dem Bericht war, dass Malaysia von der Untersuchung ausgeschlossen war und auch Russland nicht dabei war. Und nein; es gab doch noch etwas Interessantes im Abschlussbericht. Das Flugzeug wurde von einer Rakete abgeschossen und es hieß: „…Die Rakete wurde demnach aus einem Gebiet abgefeuert, das von prorussischen Rebellen kontrolliert wird“. Es wurde aber nicht gesagt, wer die Rakete abgefeuert hat. Medienwirksame Vorverurteilungen der Russen bzw. der Rebellen gab es mehr als genug, aber Beweise gab es keine und auf viele Fragen wie z. B. die geänderte Flugroute genau über das Kampfgebiet oder auf die tiefer angeordnete Flughöhe wurde gar nicht eingegangen. Es wurde auch nicht nach sicher existierenden Satellitenaufnahmen gefragt.

Der Abschuss der Maschine vom Flug MH 17 wurde als ungelöster Fall zu den Akten gelegt, obwohl es einen Abschlussbericht gibt. Die Täter sind allerdings bekannt, aber nur einem kleinen Personenkreis.

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