In den USA gab es eine wichtige Entscheidung: Die Republikaner haben in Cleveland beim Parteikonvent Donald Trump offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt, und bei den Demokraten tritt Hillary Clinton als Kandidatin an. Beide sind nicht unumstritten. Trump wird nachgesagt, er sei ein schlechter Schauspieler bei seinen Wahlkampfauftritten, ein Rüpel, der alle beleidigt, ein Idiot in der Politik, der von nichts eine Ahnung hat, ein Kandidat ohne Programm, eine Katastrophe für die Welt, falls er Präsident werden sollte usw. Clinton wird vorgeworfen, sie sei zu berechnend und sie sei kriminell. Damit wird meist auf ihre E- Mail- Affäre in ihrer Zeit als US- Außenministerin speziell im Libyen- Krieg hingewiesen. Immerhin hat da lange Zeit das FBI ermittelt und dann, wohl wegen ihrer Präsidentschaftskandidatur, von einer Anklage abgesehen. Außerdem sind ihre Redehonorare immer wieder ein Grund für Diskussionen. Für eine „lupenreine Demokratin“ schaut es ja auch nicht wirklich gut aus, meist auf Einladung von Großbanken für ein Honorar von etwa 250.000 Dollar Reden zu halten  und bei Wahlveranstaltungen gegen Ungleichheit und Ausbeutung zu Felde zu ziehen. Hillary und ihr Mann, der Ex- Präsident Bill, haben laut New York Times seit 2011 immerhin 125 Millionen Dollar mit Reden verdient.

Beim Parteikonvent hat aber Trump etwas gesagt, was hoffen lässt; für Trump und für die USA. Er forderte nicht weniger als eine grundlegende Änderung der US- Außenpolitik. Er sagte, die USA müssten damit aufhören, in fremden Ländern Regierungen zu stürzen und sich statt dessen auf die eigene, innere Sicherheit konzentrieren. Na so was; die USA stürzen also ihnen nicht genehme Regierungen. Ganz was Neues.

Er sagte dann: „….Im Jahr 2009, ……gab es ISIS noch nicht einmal auf der Landkarte. Libyen war stabil. Ägypten war friedlich. Irak hatte eine hohe Reduzierung der Gewalt erlebt. Iran wurde durch Sanktionen erstickt. Syrien war ein wenig unter Kontrolle…. Wir müssen die gescheiterte Politik der Nationenbildung und Regimewechsel verlassen, die Hillary Clinton im Irak, Libyen, Ägypten und Syrien betrieben hat….“

Trumps Ankündigung, den „Demokratie- Export“ der USA aufzugeben, gibt Hoffnung für eine Welt mit weniger Kriegen. NATO und Waffenindustrie werden allerdings nicht begeistert sein.

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