Wenn das ernst gemeint ist, dann: Hochachtung, Herr Verteidigungsminister! Verteidigungsminister Doskozil hat, auf die Anschläge in Deutschland hin, mit einer Forderung aufhorchen lassen. Er verlangt nämlich: „Rückführungen gehören rigoros umgesetzt. Der Rechtsstaat kann nur funktionieren, wenn die Gesetze und Regeln auch eingehalten werden. Das müsste schon längst in ganz Europa gängige Praxis sein. Die Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre müssen endlich korrigiert werden“.

Für den letzten Satz gebührt dem Minister Applaus. Mit dieser Aussage bestätigt er, dass bisher Maulhelden, politische Schauspieler und Bankrottpolitiker das Sagen hatten, die gegen die Bevölkerung regierten und alle Kritiker als rechte Hetzer abtaten. Doskozil ging dann ins Detail und sagte weiter: „All jene, die kein Recht auf Asyl haben und somit nicht aufenthaltsberechtigt sind, müssen auch abgeschoben werden und das Land verlassen“.

Ja, wäre das längst gängige Praxis, dann würde z. B. jene Frau auch noch am Leben sein, die ein illegal in Österreich lebender Kenianer beim Brunnenmarkt in Wien- Ottakring erschlagen hat. Wer von den Politikern wird dafür zur Verantwortung gezogen? Wer hat die Abschiebung dieses amts- und polizeibekannten Illegalen verhindert? Die Attentate in Deutschland sind Gott sei Denk keine „täglichen Einzelfälle“, aber es reichen ja auch die täglichen Massenschlägereien, Messerstechereien, Belästigungen und Beleidigungen und jeder vernünftig denkende Mensch wird dankbar sein, wenn jetzt die Situation eine positive Wendung nehmen soll. Die ORF- Frontleute beispielsweise und diverse Hilfsorganisationen werden allerdings bei der Ankündigung Doskozils zusammengezuckt sein. Für sie bedeutet das den Verlust vieler Themen bzw. den Verlust eines großen Teils ihrer Kunden. Der Innenminister hat bei einem Interview im Studio allerdings ganz anders geklungen als der Verteidigungsminister. Der betonte voll Stolz die Vorreiterrolle Österreichs bei der Massenaufnahme von Flüchtlingen in der EU. Wer wird sich durchsetzen? Bei der Ankündigung Doskozils könnte man auch vermuten, dass Österreich finanziell am Ende ist, was die Flüchtlingskosten betrifft.

Man kann in Richtung Doskozil nur sagen: Lass den Worten Taten folgen!

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