Kanzler Kern war in Ungarn, um, wie es so üblich ist, seinen Antrittsbesuch zu absolvieren. Einer der Gesprächspunkte war dabei das unvermeidliche Flüchtlingsproblem. Ein schwieriges Thema ist dabei die Rücknahme von sogenannten Dublin- Flüchtlingen, nach dem Ungarn abgewiesene Flüchtlinge von Österreich zurücknehmen soll. Da gibt es allerdings Meinungsverschiedenheiten zwischen Kern und Ungarns Premier Orban; Ungarn wird auch weiterhin keine Flüchtlinge zurücknehmen; Orban zeigte sich nur zur Rücknahme von Balkan- Flüchtlingen bereit, die er postwendend in ihre Herkunftsländer weiterschicken will.  Abgesehen davon, dass sich Ungarn grundsätzlich für nicht zuständig für die Rücknahme sogenannter Dublin- Fälle erklärt, wird Orban verständlicherweise keine Lust haben, unserem Kanzler Kern entgegenzukommen. Er wird sich sicher noch gut daran erinnern, wie er zuerst vom Ex- Kanzler Faymann und dann auch von Kern wegen der Flüchtlinge beschimpft wurde. Vielleicht wäre es besser gewesen, den Mund nicht so weit aufzureißen, denn mittlerweile werden ja auch in der österreichischen Regierung immer mehr Stimmen laut, die eine schärfere Gangart gegen Flüchtlinge, Geduldete und Tolerierte fordern und somit der ungarischen Vorgangsweise indirekt zustimmen.

Der Punkt war also nichts. Besser lief es mit der geplanten Beteiligung an der Sicherung der ungarisch- serbischen Grenze mit österreichischen Polizisten (Da fällt mir eben ein; in Österreich wird zu Recht gejammert, dass es zu wenig Polizisten gibt). Da denkt Kern an eine Ausweitung mit Unterstützung des Bundesheeres und er kann sich humanitäre und sanitäre Aufgaben vorstellen. Was er sich da im Detail vorstellt, soll aber Herr Kern in Wien erklären. Man könnte sonst meinen, das wären wieder Koch- Kellner- Tätigkeiten wie in Spielfeld, zusätzlich Teddybären verteilen und Toiletten putzen.

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