Trotz treuherziger Beteuerungen von Politik und Finanzwelt , dass das Bargeld selbstverständlich erhalten bleibt, dürfte das Gegenteil weiter in Vorbereitung sein. Allerdings wird jetzt eine neue Variante des Bargeldersatzes ins Spiel gebracht. In der Schweiz hat die Stadtverwaltung von Zug als international erste Behörde die Cyberwährung Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. Banken und sogar Regierungen, wie etwa die polnische, befassen sich intensiv mit dieser Cyber- Währung. Das Schweizer Pilotprojekt läuft allerdings vorerst nur bis Ende des Jahres; dann wird Bilanz gezogen.

Auch die Briten arbeiten auf eine Umstellung des Geldsystems hin. Laut einem Arbeitspapier der Bank of England  soll die britische Währung komplett auf eine digitale Währung umgestellt werden. Da jedoch die britische Zentralbank diese digitale Währung herausgeben wird, kann es sich nicht um Bitcoin handeln; Bitcoins werden von privater Seite geschaffen. Die britischen Banken meinen jedenfalls, mit dem Cyber- Geld das Wirtschaftswachstum ankurbeln zu können.

Mit neuen Finanztechnologien wie z. B. Cyber- Geld soll eine Revolution des Finanzsektors eingeläutet werden. Das Ziel ist digitales Notenbankgeld statt Bargeld von der Notenbank. Da es aber noch keine Erfahrungswerte im staatlichen Umgang mit Cyber- Geld gibt, kann das Pilotprojekt in der Schweiz sicher offene Fragen beantworten und Ergebnisse liefern. Eher früher als später wird uns entgegen den treuherzigen Beteuerungen das Bargeld genommen werden. Was wir dann als Geld bekommen, ist noch ungewiss. Gewiss ist, dass wir ohne Bargeld einer vollständigen Überwachung und Kontrolle ausgeliefert sein werden.

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