Tschechien, bis jetzt schon für seine ablehnende Haltung gegenüber Flüchtlingen bekannt, hat wieder einmal für Unmut bei den EU- Typen gesorgt. Präsident Zeman, für seine Sprüche bekannt, ließ ausrichten, dass man mit der Einreise von Flüchtlingen „einen Nährboden für Terrorattacken“ schaffe. Er ist gegen jegliche Aufnahme von Flüchtlingen in seinem Land und betont wieder einmal, „niemand hat sie eingeladen“. Die Gastfreundschaft Tschechiens wird von Flüchtlingen allerdings auch fast nicht in Anspruch genommen; der Anreiz dürfte zu gering sein. Im Rahmen des Resettlement- Programmes der EU (warum eigentlich eine offizielle Umsiedlung?) wurden erst einige Leute genommen. Im Zuge des Umverteilungsprogrammes von Flüchtlingen kamen bis jetzt nur vier Flüchtlinge nach Tschechien; ja, mehr kamen nicht. Tschechien geht aber weiter. Der Vizepremier meinte sogar, Tschechien solle Quoten auch zum Preis von EU- Sanktionen ablehnen und er fordert, wie andere auch, die Schengen- Grenze dicht zu machen. Wer sich jetzt massiv gegen Tschechien auslässt, ist EU- Kommissar Oettinger, der da irgendwas von „historisch gesehen nicht so viele Asylgründe in der Verfassung“ daher quatscht. Er beruft sich auch auf die Flüchtlingsquote, da dies „mit großer Mehrheit beschlossenes europäisches Recht“ sei.

Ja, die tschechische Regierung ist anders als die österreichische und wird deshalb von der EU als Negativbeispiel dargestellt. Die tschechische Regierung schaut aber noch auf Land und Leute. Die österreichischen EU- Bücklinge pfeifen auf die Bevölkerung und die österreichischen Interessen. Österreich hat die „Resettlement- Quote“ fast erfüllt, hat letztes Jahr alleine etwa 100.000 Asylwerber aufgenommen, versucht mit List und Tücke sowie Lug und Trug die Zahl der Ankommenden zu drücken und zu schönen und wischt die Bedenken der Bevölkerung beiseite. Sicherheitsaspekte werden von der Politik zerredet und der finanzielle Faktor totgeschwiegen bzw. bestritten.

Ist da aus Sicht der Bevölkerung nicht Österreich ein Negativbeispiel?

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