Wien, so schaut es aus, ist für viele wirklich das Land, in dem „Milch und Honig fließen“. Dieser biblische Vergleich trifft jedenfalls auf immer mehr Ausländer zu, die in ihren Heimatländern entweder nichts oder nur einen Bruchteil der in Wien bezahlten Mindestsicherung von bis zu 837,76 Euro bekommen würden. Der Anteil der ausländischen Mindestsicherungsbezieher ist in Wien in den letzten zweieinhalb Jahren um etwa 50 Prozent angestiegen und liegt jetzt bei knapp 43 Prozent und großzügig oder je nach Ansicht auch schwachsinnig wie die Wiener PolitschauspielerInnen sind, wird das Geld „selbstverständlich“ auch an Ausländer ohne Flüchtlingsstatus bezahlt. Diese 837,76 sind aber nicht „gedeckelt“, es darf eventuell auch ein bisschen mehr sein; diverse Zuschüsse, Befreiungen, Beihilfen etc. kann das Wiener Rathaus schon noch locker machen und mit ein paar Kindern kann man es locker auf knappe 10.000 Euro im Monat schaffen.

Die in der Zeitung veröffentlichte Grafik nach Herkunftsländern bzw. Staatsbürgerschaft der Bezieher weist mehr als 16.700 mit „ungeklärter Staatsbürgerschaft“ auf. Ist das nicht zum Schreien? Aus dem Büro der sattsam bekannten Sozialstadträtin Sonja Wehsely heißt es dazu, dass es sich dabei auf keinen Fall um abgelehnte Asylwerber handelt. Zitat: „Das liegt daran, dass beim Zentralen Melderegister bei diesen Personen das Feld „Staatsangehörigkeit“ nicht ausgefüllt ist. Wir garantieren: Nur anspruchsberechtigte Menschen erhalten die Mindestsicherung“.

Dazu zwei Fragen: Sind die Wiener Beamten, die diese Formulare entgegennehmen, nicht fähig, die Vollständigkeit der Eintragungen zu kontrollieren? Die zweite Frage: Gibt es noch jemanden, der Garantien, Erklärungen, Beteuerungen etc. aus dem Büro oder dem Munde der Stadträtin noch glaubt? Ich glaube nicht. Und noch eins: Mir tut der Häupl Michl fast leid; wegen seiner außergewöhnlichen Frauenriege. Da muss man fast zum Spritzwein greifen.

Advertisements