Die ORF- Schnabl interviewte die Grüne Glawischnig. Man sah sofort, bei den beiden Frauen stimmt die Chemie; die sind auf einer Linie. Es ist eigentlich müßig, das bei Frau Schnabl zu betonen, es ist ja wirklich nicht zu übersehen und zu überhören. Journalistische Objektivität schaut anders aus, aber das weiß man ja bei Frau Schnabl.

Das Gespräch mit der Grünen- Chefin wurde in freundschaftlichem Ton geführt; keine hinterhältigen Attacken und keine Versuche, die Gesprächspartnerin bloßzustellen. Es wurde bei Ausweichmanövern Glawischnigs nicht einmal nachgehakt. Zu den Türkei- Vorfällen befragt, empörte sich Glawischnig hauptsächlich über die Verhaftung von Journalisten. Zu den berechtigten Äußerungen des von den Grünen hinausgeschmissenen Bundesrates Dönmez schwieg sie; ja, Wahrheit kann peinlich sein. In dem Fall für die Grünen, denn Dönmez sprach wahre Worte. Zur Frage: „Wie viele Flüchtlinge können wir versorgen?“ gab es peinliches Schweigen. Die Grünen- Chefin traut sich nicht zu sagen, dass es aus ihrer Sicht keine Beschränkung geben dürfte, und wenn es Jahr für Jahr Hunderttausende wären. Was aus Österreich werden könnte, wäre ihr sicherlich egal. Auch zur Wohnsitzpflicht für Asylwerber, so wie in Deutschland, drückte sie sich vor einer klaren Aussage. Das heißt, wenn es den Herren Asylwerbern in einer Unterkunft am Land an Unterhaltung nach ihrem Geschmack mangelt, dann soll man sie doch in die Städte bringen oder dort lassen.

Wurde eigentlich über den pseudo- unabhängigen BP- Kandidaten, den „Sascha“ Van der Bellen, gesprochen? Ich kann es nicht sagen. Wahrscheinlich nicht, könnte sich ja negativ bei der BP- Wahl auswirken. Ein seichtes Sommergespräch also, fast schon wie ein Plauscherl unter Freundinnen. Wer´s nicht sah, hat nichts versäumt.

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