Aus Deutschland hört man, dass im Juli 2016 beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mehr als 74.000 Asylanträge gestellt wurden. Das Bundesinnenministerium teilt dazu mit, dass dies ein Anstieg von 98,4 Prozent gegenüber Juli 2015 sei. Und vor gar nicht langer Zeit hieß es, dass jetzt alle Flüchtlinge, die mit der großen Flüchtlingswelle ab Herbst 2015 kamen, registriert seien. Das heißt wiederum, dass diese mehr als 74.000 Asylanträge dann tatsächlich von Neuankömmlingen gestellt werden mussten. Durchschnittlich 2.400 pro Tag also. Woher kamen bzw. kommen die? Das ist eine interessante Frage. Über Tschechien, Polen und Dänemark kaum. Die Benelux- Staaten, Frankreich und die Schweiz kommen auch nicht in Frage. Bleibt Österreich, aber bei uns wird beteuert, dass es, was Flüchtlinge betrifft, an den Grenzen fast gespenstisch ruhig zugeht. Da weiß zwar jeder, dass wir da unverschämt belogen werden; wie kämen wir sonst bis jetzt zu unseren etwa 35.000 Asylwerbern. Es werden aber nicht pro Tag mehr als 2.400 Asylwerber durch Österreich über die bayerische Grenze gehen. So viele werden auch nicht mit kriminellen Schleppern unentdeckt durch Österreich nach Deutschland geschleust.

Was bleibt dann noch? Der Luftraum. Man hört jetzt, dass seit einiger Zeit auf mehreren deutschen Flughäfen ab Mitternacht ein geschäftiges Treiben einsetzt. Es kommen eine Menge Flugzeuge aus der Türkei, aber auch aus Griechenland und mit diesen Nachtflügen sollen Asylwerber kommen, heißt es. Und mit Bussen geht es dann weiter. In der Türkei gibt es ja zur Zeit fast keinen Tourismus und somit auch keine Flüge. Also hat diese Behauptung oder Theorie schon was für sich. Ein paar Hundert kommen also über die österreichisch- deutsche Grenze und der Rest wird eingeflogen. Von Deutschland abgeholt.

In Österreich nimmt man es mit den Grenzkontrollen nicht so genau, damit wir auch zu unserem Anteil kommen. Den wir eigentlich schon überschritten haben.

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