„Es macht keinen Sinn, fahre heim“. Das sagt ein enttäuschter Asylwerber aus dem Irak. Und er ist nicht der Einzige, der so denkt und handelt. Knapp 3200 waren es heuer insgesamt schon, die einen Antrag auf freiwillige Ausreise gestellt haben. Ja, immerhin bezahlt der Steuerzahler bis zu 500 Euro, wenn jemand wieder freiwillig in seine Heimat zurückgeht. Unverständlicherweise wird aber das meiste Geld an solche Leute bezahlt, die die geringste Chance auf Asyl haben, wie an Leute aus dem Maghreb oder aus Nigeria. Das sind auch jene, die unsere Polizei und Justiz überdurchschnittlich beschäftigen. Aber Österreichs Regierung ist leider nicht fähig und willens, in erforderlichem Umfang abzuschieben. Sie kann nur großartig ankündigen, lässt aber keine Taten folgen.

Ist es nicht grundsätzlich fast pervers, wenn Zehntausende ohne Papiere, ohne jede Kontrolle ins Land kommen konnten, aber für eine Rückkehr in ihre Heimat einen Antrag auf freiwillige Ausreise stellen müssen? Das ist doch eine Bestätigung des Versagens. Die Gründe für die Rückreise sind übrigens verschieden, sie reichen von negativen Asylbescheiden bis zu enttäuschten Erwartungen. Was als Grund nicht erwähnt wird, ist eine gravierend verbesserte Situation in ihrer Heimat. Sie kamen also weniger aus Angst um ihr Leben, sondern mehr in der Hoffnung auf ein besseres Leben und die EU war (und ist bis heute) nicht fähig, das den Leuten schon an den Außengrenzen klar zu machen und eine Weiterreise zu unterbinden.

Die allerwenigsten der zu uns Gekommenen sind die Fachkräfte, die wir angeblich brauchen. Sie werden aber in ihrer Heimat gebraucht; zum Wiederaufbau. Dafür wären allerdings auch jene bitter benötigt, die tatsächlich als Fachkräfte oder gar als Akademiker bei uns bleiben. Das sind zwar nicht viele, aber ihre Heimat würde sie nötiger brauchen als wir.

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