In einigen Medien ist zu lesen, dass Malta die Staatsbürgerschaft verkauft; als EU- Mitglied natürlich mit allen damit verbundenen Vorteilen. Diese Möglichkeit haben, seit es sie gibt, fast 700 gut betuchte Nicht- EU- Bürger in Anspruch genommen und eine Menge Geld dafür hingeblättert. Wobei „Kauf“ eigentlich nicht die richtige Bezeichnung ist. Interessenten haben Geld zu investieren. Immobilien um mindestens 350.000 Euro müssen gekauft und mindestens ein Jahr gehalten werden und weiters müssen einige hunderttausend Euro in Staatsanleihen und einen Entwicklungsfonds investiert werden. Das sind die Kosten für den Hauptinteressenten. Für Ehepartner und Kinder geht es dann auch günstiger, da werden pro Kopf etwa 50.000 fällig.

Diese Möglichkeit zur Aufbesserung der Staatsfinanzen bieten aber auch andere EU- Staaten an. Zu Malta gibt es eben auch Zahlen und vermutlich regen sich deswegen jetzt einige Leute auf. Auch in Griechenland, Ungarn, Zypern, beispielsweise, kann man sich einen Pass „kaufen“ und in Österreich soll für ein entsprechend hohes Investment ebenfalls ein Reisepass zu haben sein. Da gibt es also Aufregung, weil für ein Investment in knapper Millionenhöhe die Staatsbürgerschaft zu haben ist. Wenn man aber jetzt ganz einfach einen Vergleich anstellt: Ist es nicht wirtschaftlich vernünftiger und moralisch sicher nicht schlechter, die Staatsbürgerschaft für einen verschwindend kleinen Bevölkerungsanteil zu „verkaufen“, als sie im Vergleich dazu an eine riesige Bevölkerungsgruppe zu verschenken? An eine Bevölkerungsgruppe, die vor der Einbürgerung sicher und nachher mit großer Wahrscheinlichkeit dem Staat auf der Tasche liegt, also viel Geld kostet und keines bringt und zusätzlich überdurchschnittlich viel Ärger macht.

Unsere Regierung hat ja lieber früher als später vor, die Zuwanderer einzubürgern.

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