Die Situation muss noch viel schlimmer sein als schlimm, wenn sich von den Zuständigen niemand traut, die korrekten Zahlen zu veröffentlichen.Es geht um die Kosten der Asylkrise in Österreich. Die „Krone“ ist jetzt irgendwie an Zahlen gekommen und hat die auch veröffentlicht („So viel kostet die Asylkrise wirklich“) Da ist von 802 Millionen für 2016 die Rede und es heißt auch: „Eine Milliarde wird nicht reichen“. Da braucht man allerdings kein Experte zu sein, um das sagen zu können. Im Online- Artikel werden viele Positionen angeführt, die in den 802 Millionen nicht enthalten sind, wie z. B. die Gesundheitsversorgung von 119.000 Menschen, aber das kann noch lange nicht alles sein.

Was ist beispielsweise mit der Grundversorgung bzw. Mindestsicherung all jener, die vor 2016 kamen und die x- te Berufung zu ihrem Verfahren laufen haben oder deren Verfahren noch nicht erledigt ist? Was ist mit den medizinischen Kosten für diese Menschen? Was ist generell mit den Kosten für Kindergärten, Horte, Schulen und für das zusätzliche Personal? Es ist auch keine Rede von den Kosten des staatlichen Schlepperunternehmens ÖBB und der privaten Busse inklusive Reparatur- und Reinigungsarbeiten, Reparatur- und Reinigungsarbeiten für Asyl- Notunterkünfte wie z. B. das Dusika- Stadion, für das alleine laut Medienberichten 400.000 Euro  draufgingen. Diese Kosten fallen auch bei Unterkünften wie Hotels, Gasthöfen und Privathäusern an. Dann kommen noch diverse Begünstigungen und Zuschüsse, wie freie oder ermäßigte Eintritte oder Fahrtkosten sowie die Kosten der Hilfsorganisationen dazu; die lassen sich ihre Dienste ja auch gut honorieren. Dann wären da noch die Kosten, die in Gefängnissen anfallen und mit dem Anspruch auf eine Wohnung erhöhen sich die Kosten nochmals gewaltig, denn dann werden Zuschüsse zur Miete fällig. Im Artikel wird auch auf die Kosten des Familiennnachzuges hingewiesen. Das alleine ist ein Brocken, der unser Sozialsystem sprengen kann.

Und dann sind unsere Politiker noch so großzügig und lassen Tausende oder gar Zehntausende ohne jeden Asylanspruch im Land; auf unsere Kosten. Wer da noch von einer Milliarde pro Jahr an Kosten sprechen will, muss die Bevölkerung schon für sehr dumm halten und wer da in der Politik angesichts dieser Belastungen nicht die Notbremse ziehen will, der handelt eigentlich nicht mehr fahrlässig, sondern fast schon kriminell.

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