In Deutschland wurde die Bevölkerung erschreckt mit der Aufforderung der Regierung, die Leute sollen Lebensmittelvorräte für etwa 10 Tage anlegen. Erwähnt wurden auch Wasser, warme Decken, eine Hausapotheke, geladene Akkus, Kerzen und Bargeld. Ja, richtig; auch das verpönte Bargeld wurde genannt. Es war seit mehr als 25 Jahren das erste Mal, dass von der Regierung Details aus dem Zivilschutzkonzept an die Öffentlichkeit herangetragen wurden. Es hieß zwar, „dass ein Angriff auf das Territorium Deutschlands, der eine konventionelle Landesverteidigung erfordert, unwahrscheinlich“ sei. Dennoch „sei es nötig, sich trotzdem auf eine solche, für die Zukunft nicht grundsätzlich auszuschließende existenzbedrohende Entwicklung angemessen vorzubereiten“. Mit solchen Erklärungen wird aber in der heutigen Zeit niemand beruhigt, sondern erst recht aufgeschreckt. Dann wurde sogar noch eins draufgesetzt mit der Meldung, dass im Krisenfall die Behörden Bauernhöfe und andere Lebensmittelbetriebe beschlagnahmen dürfen.

Es gab dann im Netz die üblichen dummen Witze wie den, dass es wegen der „verordneten“ Hamsterkäufe im ganzen Bundesgebiet keine Hamster mehr zu kaufen gäbe. Tatsache ist aber, dass die Leute nervös gemacht wurden. Auch in Österreich wurde das Thema „Krisenvorsorge“ diskutiert. Diese Diskussion nahm aber keine deutschen Ausmaße an. Es scheint aber eine allgemeine Angst vor Krisen oder Katastrophen um sich zu greifen. Auch tschechische Medien warnen die Bevölkerung, sich „auf das Schlimmst“ vorzubereiten und deshalb Nahrungsmittel und Wasser für den Fall einer Katastrophe zu lagern. Außerdem kam der tschechische Präsident Zeman mit dem Vorschlag, das Waffenrecht für tschechische Staatsbürger zu lockern. Sie sollen sich selbst gegen Bedrohungen verteidigen können.

Wird da ganz zufällig in einigen Staaten zur gleichen Zeit von fiktiven Gefährdungen gesprochen?

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