Die EU- Kommission lässt wirklich keine Möglichkeit aus, sich noch unbeliebter zu machen als sie schon ist; wobei in einigen Mitgliedstaaten eine Steigerung nur mehr schwer möglich ist. Stur wie ein Esel sagte trotz der offiziellen Ablehnung des TTIP- Abkommens durch einige Mitgliedsländer der EU- Kommissionspräsident Juncker jetzt beim G- 20- Gipfel in China: „Wir werden weiterverhandeln mit den USA“. Es scheint tatsächlich noch nicht zu Herrn Juncker und seinen Hofschranzen durchgedrungen zu sein, dass einige EU- Staaten den Abbruch der Verhandlungen fordern; mit der Option auf einen Neubeginn von Verhandlungen unter einer neuen US- Präsidentschaft. Herr Juncker glaubt, er habe immer noch das Mandat aller Mitgliedsländer für die TTIP- Verhandlungen und träumt weiterhin von möglichen Vorteilen für die EU. Möglich ist aber viel; möglich ist auch, dass ich jede Woche einen Lotto- Sechser habe oder dass mir ein Meteorit auf den Kopf fällt. Zumindest theoretisch. Die Möglichkeit besteht, die Wahrscheinlichkeit ist allerdings gleich null. Das trifft auch auf die Vorteile durch TTIP für die EU zu. Und dass, wie Juncker meint, das CETA- Abkommen mit Kanada das beste Freihandelsabkommen ist, welches die EU jemals ausgehandelt habe, trifft nicht einmal theoretisch zu und deswegen soll und darf es auch nicht umgesetzt werden.

Ein totes Abkommen weiter zu verhandeln ist schon eher fortgeschrittener Realitätsverlust als Realitätsverweigerung.

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