In Wien wurde vom  Ministerrat  die Verlängerung und Personalaufstockung von zwei Bundesheer-  Auslandseinsätzen bis Ende 2017 beschlossen. Einmal sollen bis zu 30 Soldaten des Jagdkommandos, der Elitetruppe des Österreichischen Bundesheeres, beim unter UN- Mandat stehenden Mittelmeereinsatz Eunavfor Mediterannean Sophia ab Herbst tätig werden. Bei der Mission geht es um die Bekämpfung von Menschenschmuggel und Menschenhandel, die Rettung von Flüchtlingen aus Seenot, die Durchsetzung des UN- Waffenembargos gegen Libyen etc. und ein „Boarding Team“ soll für die Kontrolle und Durchsuchung verdächtiger Schiffe sorgen. Der zweite Einsatz betrifft Afghanistan. Bei dem durch eine UN- Sicherheitsresolution „begrüßten“ NATO-Einsatz stockt Österreich auf 20 Soldaten auf. Es geht um Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte. Auch wenn da angeblich mit der deutschen Bundeswehr zusammengearbeitet werden soll; was haben wir als neutraler Staat bei einem NATO- Einsatz und außerdem im Kriegsgebiet Afghanistan verloren? Von wem geht das aus? Die Deutschen, die ja Deutschland am Hindukusch verteidigen wollten, haben sich in Afghanistan weder beliebt gemacht noch mit Ruhm bekleckert; im Gegenteil. Wir müssen aber nicht jeden Blödsinn nachmachen.

Mit dem Mittelmeer- Einsatz ist es nicht anders. Aufgaben und Zielsetzung sind ja nobel formuliert. Tatsächlich werden aber unsere Soldaten dort nichts anderes machen als die italienische Küstenwache und Marine und alle anderen die bei „Sophia“ dabei sind. Sie werden ebenfalls als legalisierte Schlepper arbeiten, indem sie einige Seemeilen vor der libyschen Küste nach Migrantenbooten Ausschau halten und dann die Bootsinsassen nach Europa „retten“. Ja, und dann schreien die Italiener, dass sie Unterstützung beim Asylantenproblem brauchen. Möglich ist auch, dass unsere Soldaten vereinzelt auch Schiffe kontrollieren werden wegen des Waffenembargos. Das Waffengeschäft ist ja denen vorbehalten, die das Embargo verhängt haben.

Peter Scholl- Latour sagte einmal: „Die UNO taugt nur als Instrument amerikanischer Politik“.

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