Mit der Massenmigration aus islamischen Ländern nach Europa ist neben vielen anderen Problemen auch ein spezielles importiert worden, über das man ebenfalls nur äußerst ungern spricht. Es ist dies das Problem mit den Kinderehen. Schätzungen über die Anzahl sind sicher sehr niedrig angesetzt; in Deutschland spricht man von einer „vierstelligen Zahl“, das wäre also zwischen 1.000 und 9.999. In Österreich wird dieses Thema gar nicht angesprochen. Da wie dort sind Kinderehen aber verboten und da wie dort wird immer wieder betont, dass sich Migranten und Flüchtlinge an unsere geltenden Gesetze zu halten haben. Dass es viele Ausnahmen gibt und und auch über vieles großzügig und tolerant hinweggesehen wird, wird natürlich nicht betont.

Im deutschen Bundestag fordert jetzt die Unionsfraktion ein schärferes Vorgehen gegen die Kinderehen; als ob es überhaupt schon ein Vorgehen gegeben hätte. Es heißt jedenfalls in einer Beschlussvorlage für die Klausurtagung von CDU und CSU: „Ein 11-, 13- oder 15- jähriges Mädchen gehört nicht in eine Ehe, sondern in die Schule“ und weiter: „Die Aufhebung von Auslandskinderehen muss künftig ein Grundsatz sein“. Bis jetzt wird im Einzelfall geprüft, ob eine solche Ehe in Deutschland anerkannt wird. In der Beschlussvorlage wird auch gefordert: „Wenn das Jugendamt Kenntnis von einer Kinderehe erlangt, muss es künftig einen Antrag auf Aufhebung der Ehe stellen“. Die Frage ist aber: Wie soll das Jugendamt darüber Kenntnis erlangen?

Da kann man den Unionsparteien nur viel Glück wünschen. Immerhin müssen sie sich da gegen die Verfechter der Kulturbereicherung in den anderen Parteien durchsetzen. Es gäbe aber neben den Kinderehen noch andere Probleme zu lösen, die gegen die Grundsäulen unserer Gesellschaft und unseres Werteverständnisses verstoßen. Gegen die Polygamie in einigen islamischen Staaten z. B., die dem Mann bis zu vier Ehefrauen erlaubt. In Deutschland werden Zweit- und eventuell Dritt- und Viertfrauen z. Z. rechtlich als Ehefrauen behandelt. Wie ist das, genau so wie bei den Kinderehen, tatsächlich in Österreich?

Es ist nicht mehr weit, bis das Gesetz des Islam in Europa der staatlichen Gesetzgebung gleichgestellt wird, wenn nicht bald und scharf gegengesteuert wird.

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