Hillary Clinton, die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten in den USA, hat im Moment wirklich nichts zu lachen. Sie musste eine Gedenkfeier für die Opfer der Anschläge vom 9. September 2001 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig verlassen; angeblich war es ein Schwächeanfall. Ihr republikanischer Konkurrent Donald Trump sieht sich jetzt bestätigt, da er ja schon mehrmals behauptet hat, Clinton wäre aus gesundheitlichen Gründen nicht für das Präsidentenamt geeignet. Zu ihrem angeblich schlechten Gesundheitszustand gibt es aber auch noch andere Berichte. Das ist aber nicht das einzige Problem, mit dem Hillary Clinton im Moment konfrontiert ist. Der „Whistleblower“ Julian Assange, der in London in der Botschaft von Ecuador Asyl erhalten hat, hat angekündigt, in den nächsten Tagen wieder eine Menge sensibler, geheimer Dokumente von Clinton zu veröffentlichen. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Dokumenten auch wieder um E- Mails aus ihrer Zeit als US- Außenministerin und worüber es schon Ermittlungen des FBI gab. Diese Sache mit den geheimen E- Mails auf ihrem privaten Server wurde vom FBI als „grob fahrlässig“, aber nicht als strafbare Handlung bewertet. Bei einem „Nachschlag“ könnte sich aber die Bewertung ändern. Jedenfalls ist die Sache nicht von Vorteil für ihren Wahlkampf.

Es kommt aber noch dicker. Ein Analyst hat die Clinton- Stiftung („The Clinton Foundation“) untersucht und hat herausgefunden, dass es gewaltige Ungereimtheiten bezüglich der Verwendung und der Höhe von Spenden gibt. Einen großen Teil der Spenden hat laut Untersuchungsbericht die Clinton- Familie eingestreift; es besteht auch der Verdacht von Schmiergeldzahlungen. Der Analyst schreibt in seinem Executive Summary: Die Stiftung verfolge keine gemeinnützigen Zwecke, sondern sei ein „Mammut- Spendenbetrug“. Sie habe auch kein Anrecht auf Steuerbefreiung wie andere NGO´s. Eigentlich müssten die meisten Zahlungen als Einkünfte der Clintons versteuert werden.

Diese Stiftung und die Spenden stehen ja schon länger im Ruf, nicht „sauber“ zu sein. Es ist von dubiosen Minengeschäften die Rede, von astronomisch hohen Redehonoraren der Clintons, von nicht nachvollziehbarer „Hilfe“ für die Erdbebenopfer auf Haiti usw. Und es sollen im Laufe der Jahre angeblich etwa zwei Milliarden Dollar über die Stiftung gelaufen sein, wozu die Buchhaltung sehr dürftig ist.

Solche Probleme sind nicht hilfreich für eine Präsidentschaft.

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