Wenn es nicht schon passiert ist, dann wird der Praterstern in Bälde einen höheren Bekanntheitsgrad haben als z. B. der Prater oder der Stefansdom oder Schönbrunn. Zum Leidwesen der Österreicher ist diese Bekanntheit aber im negativen Bereich angesiedelt. Von Schlägereien, Messerstechereien, Drogenhandel, Überfällen bis hin zu Vergewaltigung passiert dort alles. Nicht nur bei Nacht, sondern ungeniert auch am helllichten Tag. Die Täter sind großteils „Schutzsuchende“, teils minderjährig, und es geht nicht nur um Revierkämpfe, sondern es werden auch Fehden unter verschiedenen Ethnien ausgetragen. Für die Österreicher sind das importierte Probleme. Laut einem Polizeisprecher stehen dort täglich bis zu 200 Polizisten im Einsatz, ebenso der Video- Übertragungswagen.

Bis zu 200 Polizisten; Tag für Tag. Das heißt nichts anderes, als dass die Republik Österreich nicht fähig ist, das Problem zu lösen. Das Problem wird nur verwaltet, sehr personalintensiv und somit sehr teuer. Solche „Hotspots“ wie den Praterstern gibt es aber viele in Österreich; man findet sie in jeder größeren Stadt. Auch dort sind Polizisten gebunden und fehlen für andere Aufgaben. Man kann sich nochmals fragen, ob Österreich nicht fähig ist, das Problem zu lösen oder gar nicht gewillt. Gesprochen wird ja viel und oft davon, dass kriminelle „Schutzsuchende“ abzuschieben sind, aber bis jetzt wird nur davon geredet. Schon viel zu lange.

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