Diesen Spruch, den uns die Obrigkeit mit treuherzigem Augenaufschlag bei vielen passenden und noch mehr unpassenden Gelegenheiten einreden will, glauben schon lange nicht einmal mehr die, die eigentlich alles glauben. Zu viele Fälle gibt es, bei denen das Gegenteil amtlich bestätigt wurde. Wo bestätigt wurde, dass manche eben gleicher sind und in Zeiten, in denen von uns Toleranz gefordert wird, werden auch die Fälle mehr, in denen so manche eben gleicher behandelt werden.
Das Schächten von Tieren ist eine Sache, in dem viele Fälle bekannt sind, in denen die österreichischen Gesetze niemanden interessierten; so wie jetzt in der Steiermark. 79 Schafe wurden ohne Betäubung geschächtet und es gibt, wie die „Krone“ schreibt, kein Unrechtsbewusstsein bei dem einen Täter, der angezeigt wurde. Zu hinterfragen wäre da grundsätzlich, warum die Betäubung erst erfolgt, nachdem der Hals des Tieres durchgeschnitten wurde und nicht schon vorher. In einem herkömmlichen Schlachthof wird ja auch ein Tier zuerst betäubt und dann getötet.  Ob man die anderen Täter überhaupt eruiert, sei einmal dahingestellt. Tatsache ist, das Schächten hat einen religiösen Hintergrund. Tatsache ist auch, dass unsere standhaften Rechtsvertreter in solchen Fällen meist einknicken, geht es doch um Religionsfreiheit und da ist auch Toleranz gefordert. Also verschließt man lieber Augen und Ohren und auch den Mund, um die Tugenden der berühmten „Drei Affen“ zu pflegen, nämlich nichts zu sehen, nichts zu hören und nichts zu sagen und zu hoffen, dass bald nicht mehr darüber geredet wird. Gegen Tierquälerei kann man sich ja rechtlich austoben, wenn jemand z. B. einem Hund einen Tritt gibt. Was selbstverständlich Tierquälerei ist, aber in keiner Relation steht zu Massenschächtung ohne Betäubung. Auch wenn es wegen des Opferfestes ist.

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