Am Rande der UNO- Vollversammlung und im Schatten des UN- Flüchtlingsgipfels gab es noch einen zweiten, „exklusiven“ Flüchtlingsgipfel, wie in einer Zeitung zu lesen war. Zu dem wurde auch Österreich eingeladen. Der Gipfel wurde von US- Präsident Obama organisiert und die Teilnehmerländer mussten sich „qualifizieren“, z. B. durch die Aufnahme extrem vieler Flüchtlinge. Vielleicht erfahren die Teilnehmer von Obama, wie viele Flüchtlinge sie noch aufzunehmen haben oder wo die nächste Flüchtlingswelle „produziert“ wird; im Jemen etwa. Die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Migranten soll jedenfalls so lange andauern, bis die Staaten wirklich die Grenzen der Aufnahmsfähigkeit erreicht haben. Vielleicht aber wird die Migration so lange weitergehen, bis die Lebensbedingungen in den Zielländern denen in den Herkunftsländern gleichen. Eine Reduzierung des Bevölkerungswachstums in den meist islamischen Herkunftsländern schon vor Jahrzehnten hätte das heutige Migrationsproblem deutlich minimieren können. Dieses Thema wird und wurde aber nie angesprochen.

Von Obama gab es jedenfalls Streicheleinheiten für Österreich und Merkel- Deutschland wegen der führenden Rolle bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Er meinte dazu: „Wenn wir unsere Türen vor diesen Familien zuschlagen, verraten wir unsere tiefsten inneren Werte“. Er warnte aber auch vor der Abschottung einzelner Staaten mit den Worten: „Eine von Mauern umringte Nation würde sich heute nur selbst einsperren“. Herr Obama hat da wohl vergessen, dass die USA an der mehr als 3.100 km langen Grenze zu Mexiko mittlerweile mehr als 1.100 km mit Zäunen, Stacheldraht und Mauern versehen haben. Diese „Tortilla Wall“, wie das Bollwerk gegen illegale Zuwanderer auch genannt wird, ist eine der bestüberwachten Grenzen der Welt. Und zu den „tiefsten inneren Werten“ fällt mir ein, dass auf Betreiben Obamas im vergangenen Jahr die USA 10.000 syrische Kriegsflüchtlinge aufnehmen wollten. Abgesehen davon, dass das verschwindend wenig sind und bis Mai dieses Jahres erst 1.700 genommen wurden, verweigerten die meisten Gouverneure eine Aufnahme von Syrern. Sie hatten massive Bedenken wegen der Sicherheit, da sie ja Muslime seien.

Es ist wesentlich leichter, Flüchtlinge zu „produzieren“ als sie aufzunehmen. Das sollen andere machen, sie werden dafür auch gelobt.

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