In New York ist zur Zeit wirklich viel los wegen der UNO- Vollversammlung und des Flüchtlingsgipfels. Da ist alles dabei, was Rang und Namen hat; auch Österreich ist stark vertreten. Ein Bundespräsident fehlt zwar, aber Kanzler Kern und Außenminister Kurz sind da und auch der Ex- Kanzler Faymann in seinem neuen Job als (ehrenamtlicher) UN- Sonderbotschafter gegen Jugendarbeitslosigkeit. Auch der Ex- Vizekanzler Spindelegger wurde gesichtet und angeblich ist auch der ehemalige Kanzler und heutige Berater Gusenbauer irgendwo dabei. Eine ungewöhnliche Österreich- Präsenz also.

Eines der Hauptthemen oder sogar das Hauptthema ist die Migrations- und Flüchtlingspolitik. Kanzler Kern forderte in seiner Rede: „Wir müssen die irreguläre Migration stoppen – und zwar sowohl im Interesse der Zielländer als auch der Migranten selbst….Daher müssen wir alle unseren fairen, gerechten Beitrag zur Lösung des Problems leisten – im Geiste der Solidarität, aber auch in unserem eigenen Interesse“. Von Kurz hörte man Ähnliches. Von „globaler Herausforderung“ und „Verantwortung für alle“ und auch davon, irreguläre Migration zu unterbinden war die Rede. Es geht beiden Politikern also darum, irreguläre Migration zu stoppen. Das heißt nichts anderes, und das haben auch schon andere gesagt, aus der irregulären (= ungesetzlich, illegal, gesetzwidrig) soll eine reguläre (= vorschriftsmäßig, ordnungsgemäß) Migration gemacht werden. Das Wort „Migration“ kommt übrigens vom lateinischen „migratio“, was für (Aus-) Wanderung oder Umzug steht und eigentlich einen „dauerhaften Wohnortwechsel von Menschen“ bedeutet. Es ist also bei allen, die schon gekommen sind und noch kommen werden, nicht angedacht, dass sie, sobald die Umstände es erlauben, in ihre Heimat zurückkehren werden. So wäre es in der Flüchtlingskonvention vorgesehen und wahrscheinlich wird deswegen der Begriff „Flüchtling“ kaum mehr verwendet.

Nach der Rede der beiden Herren zu schließen, muss sich Österreich noch auf viele Zuwanderer einstellen; auf legale natürlich. Ja, und der Familiennachzug hat ja auch schon eingesetzt. Wir werden zusammenrücken müssen.

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