Der Krieg in Syrien und speziell die Schlacht um Aleppo wird immer brutaler. Bei der UN- Vollversammlung in New York sprach deshalb auch der UN- „General“ Ban- Ki- Moon ganz offen davon, dass da Vertreter von Staaten „mit Blut an den Händen“ sitzen, weil sie diesen Krieg unterstützen und genau diese Unterstützung ist das Problem, wenn man die offizielle Version hört. Die besagt nämlich, dass der Krieg nur gegen den IS und andere Terroristen geführt wird. Genau das macht die reguläre syrische Armee mit ihren Verbündeten; den Russen, der Hisbollah, iranischen Einheiten. Die kämpfen gegen die Kopfabschneider des IS, andere Terrorgruppen und auch gegen Rebellen, die einen Sturz der rechtmäßigen syrischen Regierung anstreben. Auch Kurden kämpfen großteils gegen den IS und andere Terroristen.

Die andere Seite, das ist die US- geführte Koalition, die Türken, die Golfstaaten und im Hintergrund auch Israel, arbeiten auch auf den Sturz Assads hin bzw. kämpfen gegen die Kurden und unterstützen ganz massiv und mehr oder weniger offen die sogenannte „moderate Opposition“ und auch weniger gemäßigte Rebellen bis hin zu nützlichen Terrorgruppen oder bombardieren gelegentlich „irrtümlich“ syrische Truppen, wenn Rebellen samt westlichen „Militärberatern“ in Schwierigkeiten stecken. Diese Unterstützung durch den Westen wurde jetzt von einem Al- Kaida- Kommandanten in einem Interview mit einem Deutschen bestätigt.

Ohne Unterstützung der Rebellen und Terroristen wäre der Krieg längst zum Erliegen gekommen, zehntausende Syrer wären noch am Leben, Millionen hätten nicht  flüchten müssen und die Zerstörungen wären nicht so schlimm wie jetzt. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen und Vorwürfe sind Heuchelei und Lügen. Damit will jede Seite von den eigenen Schandtaten ablenken. Würde übrigens eine britische oder deutsche Regierung einer „Opposition“ Platz machen, welche mit Waffengewalt und Bürgerkrieg an die Macht kommen will? Wohl kaum. Das ist aber die Situation in Syrien und der Westen unterstützt diese Bestrebungen, weil Assad nicht gefügig ist.

„Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“ sagte schon Hiram Johnson.

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