Tusk sagt es, Kurz sagt es, Kern sagt es und einige andere sagen es auch. EU- Ratspräsident Tusk formuliert es so: „Wir müssen praktisch und politisch sicherstellen, dass die Westbalkanroute für illegale Migration für immer geschlossen bleibt“. Diese Äußerung war mit leichten Abwandlungen in der Wortwahl das einzige Gemeinsame, was bei den letzten Treffen von Staats- und Regierungschefs zu EU- Themen produziert wurde. Alles andere war nur heiße Luft. Im ersten Moment möchte man den fast beschwörend vorgebrachten Wunsch nach der geschlossenen Westbalkanroute mit Applaus zur Kenntnis nehmen. An der Sache ist aber ein Haken und das sind die zwei Wörter „illegale Migration“. Es sind ja mehr als eineinhalb Millionen Menschen nach Europa gekommen, bis man angeblich erst draufgekommen ist, dass die allesamt illegal gekommen sind. Das soll also geändert werden auf legal; auch darin sind sich die Damen und Herren einig. Dann bedarf es wahrscheinlich auch keines Asylverfahrens mehr. Das zweite betrifft die Migration. Die Ankömmlinge werden ja schon lange nicht mehr als Flüchtlinge willkommen geheißen, sondern als Migranten, als Zuwanderer also. Das ist aber ein riesengroßer Unterschied, denn zu Flüchtlingen heißt es, dass sie in ihre Heimat zurückkehren sollen, sobald die Umstände es erlauben bzw. sich entsprechend verbessert haben. Man möchte meinen, dass diese Leute in ihrer Heimat auch wieder benötigt werden; für den Wiederaufbau zum Beispiel, falls sie aus einem Kriegsgebiet geflüchtet sind.

In Europa ist das Gegenteil der Fall. Man muss davon ausgehen, dass überdurchschnittlich viele von diesen Migranten auf Dauer vom Staat zu alimentieren werden, da sie auf Grund ihrer Bildung oder aus anderen Gründen arbeitslos bleiben werden. Unseren vorausschauenden und weisen Politikern ist sicher auch bewusst, dass das Märchen vom immerwährenden  Wirtschaftswachstum und den unaufhörlich zunehmenden Arbeitsplätzen eben ein Märchen ist; z. B. wegen zunehmender Automatisierung.

Woher und zu welchem Zweck kommt also der Wunsch nach immer mehr Migranten samt nachkommender Familie, wenn kein oder nur wenig Bedarf besteht? Zur Systemerhaltung, wie viele meinen, werden die vielen Dauerbezieher von öffentlichen Geldern und Gratisleistungen jedenfalls nichts beitragen. Das Gegenteil ist der Fall.

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